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Rickli weist Kantonsratskritik zurück

Die Prozesse bei der Durchführung von Corona-Tests sollen optimiert werden, haben am Montag mehrere Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte gefordert. Auch beim Contact Tracing wurde noch Verbesserungspotenzial geortet. Gesundheitsdirektorin Rickli widerspricht teilweise.

21.09.2020 / 13:35 / von: sda/mma
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Natalie Rickli sieht kein Verbessrungspotenzial beim Contact Tracing. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Natalie Rickli sieht kein Verbessrungspotenzial beim Contact Tracing. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Das Nachverfolgen von Infektionsketten gehört weiterhin zu den wichtigsten Massnahmen gegen Covid-19. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Das Nachverfolgen von Infektionsketten gehört weiterhin zu den wichtigsten Massnahmen gegen Covid-19. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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«Tracing oder Virus - wer hat die Nase vorn», lautete der Titel einer von FDP, GLP, EVP und Grünen eingereichten Interpellation, die der Kantonsrat am Montag behandelte. «Das Virus hat immer die Nase vorn», antwortete Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP), denn schliesslich beginne das Contact Tracing erst, nachdem eine Infektion festgestellt worden sei.

In der Interpellation wurden verschiedene Fragen zu Prozessen und zum Zeitbedarf bei der Durchführung von Covid-19-Tests und dem Contact Tracing gestellt. Gemäss Ricklis Antworten erhalten die meisten Personen ihr Testresultat spätestens am Tag nach Durchführung des Tests.

Auch das Contact Tracing funktioniert laut Rickli im Grossen und Ganzen gut. Vereinzelte Fehler könnten aber natürlich passieren, räumte sie ein.

Optimierungspotenzial sah Rickli am ehesten noch bei der Dauer vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Durchführung eines Tests. Diese betrage im Durchschnitt 2,5 Tage. Würden sich Personen mit Symptomen rascher testen lassen, könnte dieser Wert verkürzt werden.

Bei der Debatte dieser und einer weiteren, von SP-Kantonsrätinnen und Kantonsräten eingereichten Interpellation, gingen die Meinungen über den richtigen Umgang mit der Corona-Pandemie auseinander.

Wirksamkeit der Massnahmen überprüfen

Vertreter von FDP, SVP und GLP forderten, bei den Massnahmen die Bedürfnisse der Wirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren. So forderte beispielsweise Cristina Cortellini (GLP, Dietlikon) schnellere Tests und eine kürzere Quarantäne.

Valentin Landmann (SVP, Zürich) verlangte, dass die Wirksamkeit der Massnahmen laufend überprüft werde. «Es wäre auch keine Schande, eine Massnahme wieder aufzuheben, wenn sie zu wenig wirkungsvoll ist», sagte er.

Der Debatte wenig abgewinnen konnte Josef Widler (CVP, Zürich), der Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich. Mit den Interpellationen werde «Polit-Aktivismus» betrieben. Bezüglich Covid-19 gelte es, die Angst der Leute zu bekämpfen, ohne die Krankheit zu verharmlosen. Die medizinische Versorgung sei jederzeit gewährleistet gewesen, und gerade ältere Leute hätten gelernt, sich zu schützen.

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