Pull down to refresh...
zurück

Schaffhausen und Zürich uneins über Massnahmenverschärfungen

Bis am Mittwochabend haben die Kantone Zeit, sich zu den vorgeschlagenen Massnahmenverschärfungen des Bundesrates zu äussern. Der Kanton Schaffhausen spricht sich für eine Homeoffice-Pflicht für Ungeimpfte aus, der Kanton Zürich ist gegen eine ausgeweitete Zertifikatspflicht für private Treffen.

01.12.2021 / 16:39 / von: mle/sda
Seite drucken Kommentare
0
Der Kanton Schaffhausen unterstützt alle Massnahmen des Bundesrats und spricht sich für eine Homeoffice-Pflicht für Ungeimpfte aus. (Symbolbild: Pixabay.com/stux)

Der Kanton Schaffhausen unterstützt alle Massnahmen des Bundesrats und spricht sich für eine Homeoffice-Pflicht für Ungeimpfte aus. (Symbolbild: Pixabay.com/stux)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Der Kanton Schaffhausen hat sich für die vom Bund vorgeschlagenen verschärften Corona-Massnahmen ausgesprochen: So ist er etwa für die Beschränkung der Gültigkeitsdauer der Zertifikate und die Ausweitung der Zertifikatspflicht sowie der Maskenpflicht auf Innenräumen. Für Ungeimpfte soll Homeoffice Pflicht werden.

Ist Homeoffice nicht möglich, soll für Ungeimpfte und Nicht-Genesene am Arbeitsplatz eine Maske obligatorisch werden, wie die Schaffhauser Regierung am Mittwoch mitteilte. Der Kanton sprach sich auch für eine Sitzpflicht in der Gastronomie, das obligatorische repetitive Testen an Schulen sowie die Kontaktdatenerhebung bei Kultur- und Sportanlässen aus.

Die vom Bund am Dienstag vorgeschlagenen Massnahmen sollen «möglichst rasch» und schweizweit einheitlich umgesetzt werden, forderte der Schaffhauser Regierungsrat.

In Schaffhausen sind zurzeit 43 Prozent der doppelt geimpften über 65-Jährigen geboostert, bis Mitte Dezember sollen es 70 Prozent sein, rechnete der Regierungsrat. Zurzeit stünden jedoch nicht genug Kapazitäten zur Verfügung, um auch den unter 65-Jährigen eine Auffrischungsimpfung zu verabreichen. Die Kapazitäten würden laufend angepasst.

Geplant sei zudem die Möglichkeit, diejenigen Personen, die für eine Booster-Impfung infrage kommen, direkt kontaktieren zu können. Dies fehle zurzeit noch in Schaffhausen.

Kanton Zürich will keine Zertifikatspflicht für private Treffen

Der Kanton Zürich spricht sich in der Konsultation zu den vom Bundesrat vorgeschlagenen verschärften Corona-Massnahmen für eine Ausweitung der Zertifikatspflicht aus. Private Treffen im Familien- und Freundeskreis sollten gemäss der Stellungnahme vom Mittwoch aber davon ausgeschlossen werden.

Nein sagte die Kantonsregierung zu einer Sitzpflicht in der Gastronomie im Innern und zu obligatorischen repetitiven Tests an Schulen. Am Arbeitsplatz bevorzugt der Kanton Zürich die Weiterführung der Homeoffice-Empfehlung.

Der Regierungsrat schlug aber vor, dass es die Möglichkeit geben soll, sich mittels Zertifikat von der Maskentragpflicht befreien zu können. Der Kanton begrüsste eine möglichst rasche Umsetzung der angekündigten bundesweiten Massnahmen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare