Pull down to refresh...
zurück

Schweizer Forschende bauen Kakerlaken-Drohne

Inspiriert von Kakerlaken haben Schweizer Forschende eine neue Drohne entwickelt. Sie kann Hindernisse wegdrücken und durch sie hindurchgleiten. So soll sie künftig die Artenvielfalt in abgelegenen Gebieten erfassen.

03.04.2024 / 10:39 / von: sda/msc
Seite drucken Kommentare
0
Forschende der ETH Zürich entwickeln ein Drohne inspiriert von Kakerlaken. (Archivbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Forschende der ETH Zürich entwickeln ein Drohne inspiriert von Kakerlaken. (Archivbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Das Umwelt-Monitoring in Gebieten mit dichter Vegetation sei eine grosse Herausforderung für die Wissenschaft, hiess in einer Mitteilung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) vom Mittwoch. Es sei zwar möglich, Proben von einzelnen Ästen zu nehmen, doch sei es bisher nicht gelungen, weiter in die Baumkronen vorzudringen.

Die grösste Schwierigkeit ist dabei laut den Forschenden, dass die Äste flexibel sind und die Drohne in Schwingungen versetzen.

Für dieses Problem haben die Forschenden der WSL um Erstautor Emanuele Aucone zusammen mit Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich) und der Universität Pisa (I) eine Lösung gesucht. Gefunden haben sie die Lösung im Körperbau von Kakerlaken: Er ist stromlinienförmig und besteht aus reibungsarmem Material.

Erfolgreiche Tests

Dies übertrugen sie auf die Drohne, die sie in der Fachzeitschrift «Nature Communications» vorstellten. Zudem statteten die Forschenden die Drohne mit einer über den gesamten Körper vertielten Intelligenz aus, wie die WSL erklärte. Um auf Kontakte mit der Umgebung reagieren zu können, erhielt die Drohne ein haptisches Feedback.

In ersten Tests hatte die Kakerlaken-Drohne Erfolg: Sie konnte Äste mit und ohne Blätter wegschieben und daran vorbeikommen. Mit einem nicht stromlinienförmigen Körper oder einem Material mit hoher Reibung blieb die Drohne im Experiment hingegen stecken.

In einem nächsten Schritt wollen die Forschenden ihre Drohne noch verbessern. Sie soll zum Beispiel gleichzeitig auf mehrere Hindernisse reagieren können.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare