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Schweizer Hotels locken im Juni deutlich mehr Gäste an

Nach dem Absturz im Vorjahr geht es mit der Schweizer Hotellerie wieder aufwärts. Im Juni gab es wieder 2,26 Millionen Übernachtungen. Das sind gut 55 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

04.08.2021 / 09:40 / von: sda/jmi
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Die Coronakrise hat der Schweizer Hotellerie in der ersten Jahreshälfte einen historischen Rückgang beschert. Im Juni erholten sich die Zahlen aber wieder etwas. (Themenbild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Die Coronakrise hat der Schweizer Hotellerie in der ersten Jahreshälfte einen historischen Rückgang beschert. Im Juni erholten sich die Zahlen aber wieder etwas. (Themenbild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

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Dabei konnten die Hotels von der höheren Nachfrage aus dem In- und Ausland profitieren. Die Zahl der inländischen Gäste nahm um knapp die Hälfte zu, während die Zahl der ausländischen Touristen um 86 Prozent kletterte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch bekannt gab.

Aber vom Vorkrisenniveau ist die Branche noch weit entfernt: Im Juni 2019 hatten Schweizer Hotels noch 3,8 Millionen Übernachtungen verbucht.

Deutliches Plus im Halbjahr

Insgesamt verbuchten Schweizer Hotels im ersten Halbjahr 11,4 Millionen Übernachtungen. Das ist ein Plus von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor der Coronapandemie waren es im ersten Semester 2019 noch 18,8 Millionen Logiernächte gewesen.

Jetzt zeigt sich eine Tal- und Bergfahrt: Im Januar und Februar stürzten die Zahlen im Vergleich mit den Supermonaten Januar und Februar 2020 ab, als die Schweizer Hotels einen Rekordstart ins Jahr hatten. Seit März geht es im Vorjahresvergleich wieder steil bergauf, da ein Jahr zuvor der dreimonatige Lockdown verhängt worden war, was zu einem Einbruch geführt hatte.

Zürich Tourismus zeigt sich vorsichtig optimistisch

Der Tourismus in der Region Zürich ist nach wie vor stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Zürich Tourismus zeigt sich für die kommenden Monate aber vorsichtig optimistisch, ausser bei den Geschäftsreisenden und den Touristen aus Fernmärkten.

In den ersten sechs Monaten im Jahr 2021 verzeichnete die Tourismusregion Zürich 914’622 Übernachtungen. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2020 ist das ein Minus von 23,6 Prozent, was aber daran liegt, dass die ersten drei Monate des Jahres 2020 noch zur «Vor-Corona-Zeit» gehörten und entsprechend besser liefen.

Wie Zürich Tourismus am Mittwoch mitteilte, ist der aktuelle Trend aber positiv. Die drei letzten Monate seien verglichen mit dem Vorjahr im Plus. In der ganzen Tourismusregion Zürich gab es bei den Übernachtungen ein Plus von 175,4 Prozent, wobei die Stadt Zürich stärker zulegen konnte als die Region.

Verglichen mit einem «normalen» Geschäftsjahr seien die Zahlen zwar noch tief. Erfreulich sei aber, dass derzeit viele Gäste aus der Romandie und dem süddeutschen Raum nach Zürich kämen.

Geschäftstourismus: Keine Erholung in Sicht

Pessimistischer ist Zürich Tourismus hingegen bei den Gästen aus Übersee und dem Business-Segment. Wenn Meetings nicht online stattfinden, dann nur im kleineren bis mittleren Rahmen. Für die grossen Anlässe, die teils jahrelange Vorbereitungsarbeiten benötigen würden, seien die Unsicherheiten nach wie vor zu gross.

Bei den Gästen aus den Fernmärkten fehlen vor allem die Touristen aus Nordamerika und Asien, die beim Städtetourismus einen sehr grossen Anteil an Übernachtungen ausmachen. Zumindest kurzfristig sieht Zürich Tourismus bei beiden Segmenten keine Erholung.

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