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Schweizer Krankenkassen haben Patienten geprellt

Schweizer Krankenkassen haben offenbar über Jahre zu hohe Spitalbeiträge kassiert. Ein Zürcher Rentner hat vor dem Bundesgericht einen wegweisenden Sieg um Krankenkassenkosten errungen. Dem Mann wurden 1.50 Franken zu viel pro Nacht im Spital verrechnet. Ein kleiner Geldbetrag, der allerdings im gesamten Gesundheitssytem zu beträchtlichen Kostenunterschieden führen könnte.

13.06.2019 / 08:47 / von: mle
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Schweizer Krankenkassen haben offenbar über Jahre zu hohe Spitalbeiträge kassiert. (Bild: Pixabay.com/corgaasbeek)

Schweizer Krankenkassen haben offenbar über Jahre zu hohe Spitalbeiträge kassiert. (Bild: Pixabay.com/corgaasbeek)

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Schweizer Krankenkassen haben offenbar über Jahre zu hohe Spitalbeiträge kassiert. Ein Zürcher Ehepaar hat vor dem Bundesgericht einen wegweisenden Sieg um Krankenkassenkosten errungen. Im Fall selbst geht es nur um einen kleinen Geldbetrag - allerdings könnte der Fall im gesamten Gesundheitssytem zu beträchtlichen Kostenunterschieden führen.

Eigentlich sind die Regeln der Kostenbeteiligung bei Spitalaufenthalten klar: Patienten zahlen ihre Rechnung selber, bis diese höher ist als die Franchise ihrer Krankenkasse. Zusätzlich zahlen sie 15 Franken Pauschale pro Nacht im Spital. Einem Zürcher Rentner sind aber 16.50 Franken verrechnet worden. Dies weil die Krankenkasse Assura nochmals zehn Prozent dazugerechnet hat, wie die Neue Zürcher Zeitung am Donnerstag berichtet. Dagegen hat sich der Rentner vor Gereicht gewehrt - und Recht bekommen. 

Damit dürfen Kassen die 1.50 Franken nicht mehr verrechnen. Und: Theoretisch dürften Patienten das Geld nun auch für die letzten fünf Jahre zurückfordern. Für die Krankenkassen würde das Mehrkosten in Millionenhöhe bedeuten.

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