Pull down to refresh...
zurück

Schweizer Regionalverkehr rentiert nicht

Neue Zahlen des Bundesamtes für Verkehr belegen, dass nur rund ein Prozent der Regionallinien ohne Subventionen bestehen könnte. Von 1400 Strecken sind nur 18 rentabel. 33 Strecken könnten verschwinden.

17.02.2020 / 06:30 / von: mma
Seite drucken Kommentare
0
In der Schweiz ist nur ein Prozent der Regionallinien rentabel. (Symbolbild: RADIO TOP/Marija Lepir)

In der Schweiz ist nur ein Prozent der Regionallinien rentabel. (Symbolbild: RADIO TOP/Marija Lepir)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Fast zwei Milliarden Franken zahlen Bund und Kantone jährlich für den regionalen öffentlichen Verkehr. Damit werden Busse, Züge, Schiffe und Seilbahnen in der ganzen Schweiz unterstützt. Nun beweisen neue Zahlen des Bundes, die dem «Tages-Anzeiger» vorliegen, dass diese Subventionen bitter nötig sind.

Von 1400 Strecken, die im vergangenen Jahr unterstützt wurden, rentieren gerade mal deren 18. Auf fast 500 Strecken decken die Einnahmen nicht einmal einen Drittel der Kosten. Nun überprüft der Bund 33 Strecken mit niedrigem Kostendeckungsgrad. Dies könnte im schlimmsten Fall bedeuten, dass der Bund die Finanzierung einstellt und somit die Strecken verschwinden, wenn der Kanton nicht einspringt.

Die Hälfte dieser Strecken liegt in der Westschweiz. Im Kanton Zürich unterschreitet keine Strecke den vom Bund festgelegten Wert von zehn Prozent. Die unrentabelste Linie im Kanton ist der Bus von Maschwanden nach Mettmenstetten, der mit einem Deckungsgrad von 11,1 Prozent knapp nicht überprüft wird. Ebenfalls im Kanton Zürich liegt die rentabelste Regionallinie in der Schweiz: Es ist der Flughafenbus 531 nach Bülach.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare