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Sicherheit für WEF-Gäste: Polizei macht Überstunden

Das World Economic Forum WEF bedeutet für Polizisten in der ganzen Schweiz sehr viel Arbeit: Auch ausserhalb von Davos wird der Einsatz geplant, begleitet und beobachtet. Die Kantonspolizei Zürich spielt eine grosse Rolle dabei.

22.01.2019 / 03:39 / von: vsu
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Die Einsatzplanung und Übersicht über die laufenden Einsätze am WEF finden am Flughafen Zürich in diesem Büro statt. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Die Einsatzplanung und Übersicht über die laufenden Einsätze am WEF finden am Flughafen Zürich in diesem Büro statt. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

In diesen Mappen sind Infos zu den WEF-Gästen, welche den Personenschutz bekommen. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

In diesen Mappen sind Infos zu den WEF-Gästen, welche den Personenschutz bekommen. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Der Bombenspürhund durchsucht sämtliche Fahrzeuge ... (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Der Bombenspürhund durchsucht sämtliche Fahrzeuge ... (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

... und Gepäckstücke. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

... und Gepäckstücke. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Mit solchen Konvois werden WEF-Gäste dann nach Davos gebracht – hier etwa der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Mit solchen Konvois werden WEF-Gäste dann nach Davos gebracht – hier etwa der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

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Vom Dienstag, 22. Januar, bis Freitag, 25. Januar, treffen sich in Davos Vertreter ausländischer Regierungen, internationale Organisationen und diverse Grössen aus aller Welt und diskutieren über Wirtschaft, Politik, Umwelt, Wissenschaft und Gesellschaft. Das World Economic Forum, kurz WEF, versammelt also diverse Persönlichkeiten an einem Ort – was bedeutet, dass viele Sicherheitsmassnahmen und -vorkehrungen getroffen werden müssen. Nicht nur in Davos: Schweizweit kommen die meisten kantonalen Polizeikorps und grösseren städtischen Korps zu einem interkantonalen Polizeieinsatzes (IKAPOL) zusammen und unterstützen die Kantonspolizei Graubünden. Die Zürcher Kantonspolizei kümmert sich dabei vor allem um die Sicherheit am Flughafen Zürich, wo die WEF-Gäste ankommen, und sorgt für einen sicheren Transfer nach Davos. 

Am heutigen Montag zeigte die Kantonspolizei Zürich, wie sie die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen umsetzt. Die Gäste kommen hier an und müssen von hier aus in ihre jeweiligen Transfer-Fahrzeuge gebracht werden. Für den Flughafen bedeutet dies schätzungsweise rund 130 zusätzliche Flugbewegungen – und der normale Betrieb läuft währenddessen weiter.

RADIO TOP war dabei, als die Kantonspolizei Zürich ihre Sicherheitsvorkehrungen präsentiert hat:

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Insgesamt werden in den nächsten Tagen «110 völkerrechtlich geschützte Gäste wie etwa vier Könige und 19 Präsidenten erwartet, für welche die Polizei im Auftrag des Bundessicherheitsdiensts BSD Schutzmassnahmen trifft. Zu diesen kommen fünfzig weitere Gäste mit erleichterter Einreise hinzu wie beispielsweise Regierungsmitglieder, die zwar keinen Personenschutz erhalten, für die aber dennoch bei Einreise und Ausreise im Auftrag des BSD polizeiliche Massnahmen durch die Kantonspolizei Zürich zu treffen sind» erklärt die Kantonspolizei Zürich vor den Medien. Deshalb gibt es vermehrt Personen- und Fahrzeugkontrollen. Am Flugplatz Dübendorf wird die Grenzkontrolle sichergestellt. Beim Begleiten der Transfer-Konvois nach Davos unterstützt die Stadtpolizei Zürich die kantonalen Kollegen. Die Stadtpolizei Zürich ist zudem für die sicherheitspolizeilichen Aufgaben in der Stadt zuständig. 

TELE TOP sieht der Kantonspolizei Zürich während der Arbeit für die Sicherheit der WEF-Gäste über die Schulter:

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Polizeiliche Versorgung nebst WEF sicherstellen

Trotz des WEFs muss die polizeiliche Versorgung überall weiter funktionieren – das sicherzustellen, ist eine weitere Aufgabe des IKAPOL. «Die Polizeiarbeit im Kanton Zürich kann gemäss heutiger Planung ohne Abstriche auch während der WEF-Woche erfolgen. Es werden weder Öffnungszeiten von Polizeiposten gekürzt, noch werden Patrouillendienste gestrichen. Um dafür die ganze Woche hindurch über genügend personelle Reserven zu verfügen, ist eine Ruhetagsperre für Polizistinnen und Polizisten ausgesprochen worden» heisst es bei der Kantonspolizei Zürich weiter. 

Letztes Jahr leistete die Zürcher Kantonspolizei rund 20'000 Arbeitsstunden für die Sicherheit am WEF und die Sicherheit im Kanton während dieser Zeit. Rund ein Fünftel dieser Stunden wurde in Davos selber verrichtet. An den zwei Spitzentagen waren jeweils über 400 Polizeimitarbeitende für das WEF im Einsatz. Vor allem die Anreise, Begleitung und Ausreise des US-Präsidenten Donald Trump sorgte für zusätzliche Stunden. Dieses Jahr rechne man daher nicht mit solchen Spitzentagen, der Aufwand reduziere sich, da Trump nicht am WEF teilnimmt. Wegen des seit dem 22. Dezember andauernden Shutdowns in den USA, hat Trump seine Teilnahme am WEF abgesagt. Später sagte dann die ganze US-Delegation ab. Auch die britische Premierministerin Theresa May ist nicht dabei – sie muss nun einen Plan B für den Brexit finden. Ebenfalls nicht mit dabei ist der französische Präsident, Emanuel Macron – dieser muss sich derzeit um die sogenannten «Gelbwesten» kümmern. All diese Konflikte in den USA, Grossbritannien und Frankreich werden am WEF für Gesprächsstoff sorgen, ist RADIO TOP-Wirtschaftsexperte Martin Spieler überzeugt: «Das sind alles die ganz grossen Themen, die man auch dieses Jahr in Davos diskutieren wird. Man wird intensiv über den ganzen Handelsstreit zwischen den USA und China diskutieren und man wird intensiv über den Brexit diskutieren – aber die Hauptakteure sind leider nicht dabei».

Dafür werden Gäste wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro erwartet. 

Sicherheit in Davos

Während die Zürcher Kantonspolizei am Flughafen die Medien über die Sicherheitsvorkehrungen informierte, taten es die Bündner Kollegen gleich: Zusammen mit der Schweizer Armee bekamen die Medien einen Einblick in die Sicherheitsmassnahmen am WEF 2019. Walter Schlegel von der Kantonspolizei Graubünden äussert sich im Kurz-Zusammenschnitt von Keystone-SDA unter anderem zum interkantonalen Polizeieinsatz, zum Personenschutz sowie zur aktuellen terroristischen Bedrohungslage.

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Jedes Jahr entsteht neben dem Wolfgangsee in Davos ein Flughafen für die VIPs, die standesgemäss mit dem Helikopter ans WEF in Davos anreisen. Die Graubündner Kantonspolizei und das Militär öffneten heute Montag die streng gesicherten Tore für Journalisten und ermöglichten einen seltenen Blick auf die Maschinen aus der Nähe.

Der VIP-Flughafen für WEF-Gäste in Davos:

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