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Silvia Steiner findet Entschuldigung von Andreas Glarner «halbherzig»

Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner hält wenig von der Entschuldigung von Andreas Glarner. Dieser hatte sich gestern in einer Fernseh-Sendung für seine Äusserungen in den sozialen Medien zum Mail einer Zürcher Lehrerin entschuldigt.

10.06.2019 / 14:42 / von: lli
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Silvia Steiner findet Entschuldigung von Andreas Glarner «halbherzig». (Bild: Bildungsdirektion Kanton Zürich)

Silvia Steiner findet Entschuldigung von Andreas Glarner «halbherzig». (Bild: Bildungsdirektion Kanton Zürich)

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SVP-Nationalrat Andreas Glarner hat sich für seinen Facebook-Post über eine Zürcher Lehrerin entschuldigt. Es sei ein Fehler gewesen, der ihm leid tue, sagte Glarner im «Sonntalk» von TeleZüri.

Vorausgegangen war ein Brief einer Lehrerin, die den Eltern ihrer Schülerinnen und Schülern geschrieben hatte, dass muslimische Schüler wegen Bayram, dem Ende des Ramadans, keinen Jokertag einziehen müssten. SVP Nationalrat Andras Glarner veröffentlichte diesen Brief auf seinem Facebook-Profil, inklusive Name und Telefonnummer der Lehrerin.

Die Zürcher Bildungsdirektorin äusserte sich heute zu der Entschuldigung von Andreas Glarner und fand deutliche Worte. «Die Entschuldigung beeindruckt mich nicht, zumal sie eher halbherzig ausfiel», sagt sie gegenüber RADIO TOP.

Nationalrat Andreas Glarner verfängt sich in rechtlicher Diskussion

Ausserdem finde sie es bedenklich, dass ein Nationalrat wie Andreas Glarner die Bundesverfassung nicht kenne. Die rechtliche Bestimmung sei für alle Kinder dieselbe, unabhängig welcher Religion sie angehören.

«Angehörige aller Religionen können an hohen Feiertagen ihrer Religion nachgehen. Wenn Katholiken an Fronleichnam, oder am 6. Januar zum Beispiel freinehmen wollen, können sie das auch.» Glarner hatte behauptet, es gebe nur Ausnahmeregelungen für muslimische Kindern. 

 

 

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