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Sonova gibt wegen schlechterer Nachfrage eine Gewinnwarnung heraus

Der Hörgerätehersteller Sonova gibt wegen schlechterer Nachfrage in einigen Schlüsselmärkten eine Gewinnwarnung heraus. Dies schlage auf den Umsatz, wie Sonova am Dienstag in einem Communiqué bekannt gab. Gleichzeitig würden höhere Kosten für Transport und Komponenten den Gewinn belasten.

16.08.2022 / 07:17 / von: rbe/sda
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Der Hörgerätehersteller Sonova gibt wegen der schlechteren Nachfrage eine Gewinnwarnung heraus. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Der Hörgerätehersteller Sonova gibt wegen der schlechteren Nachfrage eine Gewinnwarnung heraus. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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«Der Umsatz in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde durch das verhaltende Wachstum in einigen hochpreisigen Märkten und Vertriebskanälen beeinträchtigt», schrieb Sonova. Dies sei insbesondere im amerikanischen Privatmarkt der Fall gewesen, was auf die Bruttomarge im Hörgerätegeschäft gedrückt habe.

Der Umsatz im erstmals konsolidierten Consumer-Hearing-Geschäft werde aufgrund der üblichen Saisonalität im zweiten Geschäftshalbjahr erwartungsgemäss stärker ausfallen. Das Geschäft besteht aus den Luxus-Kopfhörern, die Sonova von Sennheiser erworben hat. Dieses sei eine vielversprechende Ergänzung zum klassischen Hörgeräte-Segment, hatte Konzernchef Arnd Kaldowski im Mai erklärt.

Insgesamt erwartet Sonova für das erste Geschäftshalbjahr 2022/23 beim Gesamtumsatz ein Wachstum von 16 bis 18 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Amortisationen EBITA bleibe gegenüber der Vorjahresperiode weitgehend unverändert zu konstanten Wechselkursen, wie es weiter hiess.

Ausblick gestutzt

Angesichts der aktuellen Herausforderungen sowie der ungewissen Entwicklung im restlichen Jahresverlauf wird der Ausblick für das ganze Geschäftsjahr 2022/23 nach unten angepasst. Neu erwartet Sonova beim Gesamtumsatz ein Wachstum von 15 bis 19 Prozent, nachdem der Konzern bisher ein Wachstum von 17 bis 21 Prozent angepeilt hatte.

Beim bereinigten EBITA rechnet Sonova neu mit einem Anstieg um 6 bis 10 Prozent. Zuvor war beim bereinigten EBITA ein Plus um 12 bis 18 Prozent in Aussicht gestellt worden.

Dies sind allerdings die Ziele zu konstanten Wechselkursen: Zusätzlich verursacht die Aufwertung des Frankens Gegenwind. Sonova geht von einem negativen Einfluss auf den ausgewiesenen Gesamtumsatz sowie auf die Profitabilität in Schweizer Franken aus.

Unmittelbar bevor stehe die Lancierung der neuen Hörgeräteplattform. Diese sei ein weiterer bedeutender Innovationsschritt, "der die Hörleistung deutlich verbessern und unsere führende Marktposition weiter unterstützen wird", schrieb Sonova. Im zweiten Halbjahr erwartete man ein solides und profitables Wachstum, was durch eine strikte Kostendisziplin und die jüngsten Preiserhöhungen gestützt werde.

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