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St.Gallen und Zürich bleiben erstklassig

St.Gallen befreit sich spektakulär von der Abstiegsgefahr. Die Ostschweizer gewinnen am zweitletzten Spieltag zuhause nach einem entfesselten Auftritt 5:0. Der FC Zürich verlor zwar 0:4 gegen Basel, verbleibt aber in der Super League.

15.05.2021 / 22:36 / von: rme/sda
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St.Gallen feiert das 4:0 beim Meisterschaftsspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Lausanne-Sport im Stadion Kybunpark in St.Gallen. (Bild: KEYSTONE/Christian Merz)

St.Gallen feiert das 4:0 beim Meisterschaftsspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Lausanne-Sport im Stadion Kybunpark in St.Gallen. (Bild: KEYSTONE/Christian Merz)

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Ein Sieg aus zwölf Spielen - mit dieser belastenden Bilanz im Hinterkopf empfing der FC St.Gallen in der 35. Runde den Europacup-Aspiranten Lausanne-Sport. Was die 100 Zuschauer im Kybunpark dann zu sehen bekamen, bezeichnet man gerne als Ketchup-Effekt: Das 1:0 nach 20 Minuten löste den Knopf, St.Gallen spielte sich in einen Spielrausch und feierte einen spektakulären Kantersieg.

Nach Wochen der wachsenden Torschlussplanik und schwindenden Energie erinnerte der Fast-Meister der letzten Saison gerade noch rechtzeitig wieder an die furiosen Auftritte der letzten Spielzeit. Mit dem Torfestival schossen sich die Ostschweizer die Verkrampfung förmlich von der Seele und entledigten sie sich jeglicher Abstiegssorgen. Der Fokus kann ab sofort auf den Cupfinal vom 24. Mai gerichtet werden.

Zu den Matchwinnern schwangen sich die beiden jungen Leihstürmer Chukwubuike Adamu und Elie Youan auf. Der im Winter von Salzburg gekommene 19-jährige Adamu war bei den beiden Abstaubern zum 2:0 zur Stelle und schraubte seine Ausbeute auf sechs Tore in 14 Spielen. Youan war jeweils der Vorbereiter für Adamu und danach ebenfalls Doppeltorschütze. Er traf zum 3:0 vor der Pause und zum 4:0 danach.

Zürich bleibt trotz Niederlage in Super League

Es war ein einseitiges Derby: Der FC Basel besiegt Zürich 4:0 und stellt den für die Perspektiven im Europacup wichtigen 2. Platz in der Super League eine Runde vor Schluss sicher.

Viele werden sich noch an den ersten Match nach der kurzen Winterpause erinnern. Der FCZ siegte erstmals seit dem August 2013 in einem Meisterschaftsspiel im St.-Jakob-Park, und dies mit 4:1. Auch die beiden Heimspiele gegen Basel in dieser Saison gewannen die Zürcher.

Aber vor dem vierten Derby der Saison waren die Formstände der Mannschaften zu Basels Gunsten auseinandergedriftet. Jetzt war der FCB wie in früheren Saisons der klare Favorit. Und er wurde der noch grössere Favorit, als Zürichs Innenverteidiger Nathan in der 4. Minute als letzter Mann foulte. Schiedsrichter Alain Bieri musste die Rote Karte ziehen.

In Unterzahl wehrten sich die Zürcher eine Viertelstunde lang gut. Dann trafen Aussenverteidiger Raoul Petretta und Edon Zhegrova innerhalb von zehn Minuten zum 1:0 und zum 2:0. Noch in der ersten Halbzeit deckten die Basler das Zürcher Tor weiter mit Schüssen und einem Pfostenschuss (Darian Males) ein. Nach der Pause trafen noch Pajtim Kasami und erneut Raoul Petretta. Das Resultat hätte wesentlich deutlicher ausfallen können.

Jetzt zittern nur noch Sion und Vaduz

Vaduz und Sion. Einer von beiden wird direkt in die Challenge League absteigen, der andere wird sich in der Barrage wehren müssen. Dies ist das Resultat der 35. Runde der Super League.

Die vorletzte Runde brachte eine erst markante Klärung in der Abstiegsfrage. Beim FC Zürich kann man trotz einer 0:4-Niederlage in Basel aufatmen. Mehrfach aufatmen können die St. Galler. Sie stellten den Ligaerhalt aus eigener Kraft sicher und fanden nach schwierigen Wochen in der Super League rechtzeitig im Hinblick auf den Cupfinal gegen Luzern zu einer tollen Leistung: Nach ihrer jüngsten Torarmut fertigten sie Lausanne-Sport zuhause 5:0 ab.

Sowohl Vaduz (1:2 daheim gegen Servette) als auch Sion (1:3 in Lugano) verloren ihre Spiele. Die Liechtensteiner liegen weiterhin einen Punkt vor Sion. Die Tordifferenz der Walliser ist um fünf Tore besser respektive weniger schlecht. In der 36. Runde vom nächsten Freitag spielt Sion zuhause gegen Basel, während Vaduz beim FC Zürich antreten muss.

In der Runde der vielen Tore liessen sich auch die Young Boys nicht lumpen. Sie bezwangen Luzern nach einem 1:2-Rückstand zur Pause 5:2.

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