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Stimmbürger retten das Spital Affoltern

Das einzige Spital im Zürcher Säuliamt wird nicht geschlossen: Die Stimmberechtigten der 14 Trägergemeinden haben entschieden, das Spital Affoltern am Albis weiterzuführen. Es soll aber anders positioniert werden, damit es eine Zukunft hat.

19.05.2019 / 13:30 / von: mle/sda
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Die 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern haben sich mit 74 Prozent der Ja-Stimmen für ihr Spital entschieden. (Screenshot: TELE TOP)

Die 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern haben sich mit 74 Prozent der Ja-Stimmen für ihr Spital entschieden. (Screenshot: TELE TOP)

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In drei separaten Vorlagen haben die 14 Trägergemeinden des Säuliamtes entschieden, den Zweckverband des Spitals Affoltern aufzulösen und zwei Nachfolgeorganisationen für Spital und Langzeitpflege zu gründen. Mit der Abstimmung vom Sonntag wurden die gemeinnützige AG Spital Affoltern und die interkommunale Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg ins Leben gerufen.

Damit vertrat die Bevölkerung eine andere Meinung als der Stadtrat der Standortgemeinde Affoltern am Albis und auch als der Zürcher Regierungsrat. Beide hielten eine Schliessung des kleinen und auch veralteten Spitals für den besseren Weg.

Notfallversorgung gewährleisten

Betriebskommission und Spitaldirektion wollen das Spital nun aber mit neuer Positionierung in die Zukunft führen: Gemäss ihrer Strategie, die sie kürzlich vorstellten, soll das Spital sein stationäres Angebot auf die schon heute betriebene Altersmedizin (Akutgeriatrie, Palliativpflege, Gerontopsychiatrie) sowie auf Psychiatrie fokussieren.

In der Chirurgie sollen die Leistungen konzentriert werden, die Notfallversorgung soll aber mit einer stationären inneren Medizin weiterhin gewährleistet sein. Die Geburtsabteilung soll neu als Geburtshaus positioniert werden, das vorab natürliche Geburten begleitet. Risikogeburten sollen jedoch an spezialisierte Spitäler verwiesen werden.

Insgesamt dürfte sich das stationäre Angebot aller Disziplinen so von heute rund 100 auf etwa 80 Betten reduzieren. Der ambulante Bereich soll gleichzeitig ausgebaut werden.

Die Bevölkerung hat das Spital gerettet. Doch: sollte es vom Kanton bis 2022 keinen Leistungsauftrag mehr erhalten, wäre es trotz deutlichem Ja, am Ende:

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