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Toleranz gegenüber Juch-Besetzer spaltet die Gemüter

Die Stadt Zürich unternimmt vorläufig nichts gegen die Besetzer des Juchhof-Areals in Zürich Altstetten. Bei den Parteien gehen die Meinungen zu diesem Entscheid auseinander.

01.11.2019 / 13:00 / von: swd/mma/dfe
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Das Juchhof-Areal in Zürich Altstetten. (Screenshot: Google Maps)

Das Juchhof-Areal in Zürich Altstetten. (Screenshot: Google Maps)

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Die ehemalige Asylunterkunft auf dem Juchhof-Areal in Zürich Altstetten steht seit Anfang September leer, nun haben es sich Aktivisten in der Liegenschaft bequem gemacht. Die Besetzung ist seit Donnerstag bekannt und wird bis auf Weiteres von der Stadt Zürich sowie auch von der Asylorganisation Zürich toleriert.

Was SVP-Gemeinderat Roger Bartholdi und SP-Gemeinderat Pascal Lamprecht zum Entscheid der Stadt Zürich sagen, im Beitrag von RADIO TOP:

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Der SVP-Gemeinderat Roger Bartholdi findet es gar nicht gut, dass die Besetzer geduldet werden. Viel lieber möchte er die sofortige Räumung des Juchhof-Areals. Hausbesetzungen seien illegal. Roger Bartholdi möchte nicht, dass Aktivisten auf Kosten der Bevölkerung in freistehenden Liegenschaften hausen und Abfall liegen lassen sowie Räumlichkeiten beschädigen. Die SVP möchte etwas gegen die Besetzung unternehmen. Wie die Massnahmen genau aussehen, kann Roger Bartholdi noch nicht sagen.

Ähnlich wie die SVP sieht es die FDP der Stadt Zürich. In einer Mitteilung schreibt die Partei, dass sie kein Verständnis dafür hat, dass die Stadt Zürich das Areal nicht räumen lässt. Konkret fordert die FDP den Stadtrat auf, die augenblickliche Räumung zu bewirken.

Ganz anderer Meinung ist die SP der Stadt Zürich. Der SP-Gemeinderat Pascal Lamprecht findet, dass eine Räumung ein unnötiger Polizeieinsatz wäre. Besetzer sollen toleriert werden, sofern unter anderem keinen Strafantrag vorliege. Ausserdem sei es in Ordnung, da kein Abbruch der Baubewilligung existiere.

Fakt ist: Die Polizei räumt eine besetzte Liegenschaft nur dann, wenn eine Anzeige gegen Hausfriedensbruch vorliegt. Im Falle des Juchhof-Areals ist das bisher nicht so. Der Boden des Juchhof-Areals gehört der Stadt Zürich, das ehemalige Asylzentrum der Asylorganisation Zürich.

Bilder des Geländes und Reaktionen aus der Zürcher Politik – im Beitrag von TELE TOP:

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