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Über tausend Menschen protestieren in Zürich gegen Gewalt an Frauen

In der Stadt Zürich haben über 1’000 Personen gegen Gewalt an Frauen demonstriert. Sie wollen damit auf die zunehmenden Gewaltverbrechen an Frauen aufmerksam machen und kämpfen für die Anerkennung des Begriffs Femizid.

11.12.2021 / 18:04 / von: mco/sda
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Mehrheitlich Frauen protestieren an einer Demonstration gegen Tötungsdelikte und Gewalt an Frauen in Zürich. (Bild: KEYSTONE/Michael Buholzer)

Mehrheitlich Frauen protestieren an einer Demonstration gegen Tötungsdelikte und Gewalt an Frauen in Zürich. (Bild: KEYSTONE/Michael Buholzer)

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Das Bündnis «Ni Una Menos» hat am Samstag zu einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen in Zürich aufgerufen. Dem Ruf folgten über tausend Personen.

Zuerst versammelten sich die Demonstrantinnen und Demonstranten auf dem Helvetiaplatz. Von dort setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung Richtung Bahnhofstrasse. An der Bahnhofstrasse angekommen, wurden die Namen der Frauen verlesen, die durch einen Femizid ums Leben gekommen sind. Danach ging es wieder zurück an den Ausgangspunkt. Die bewilligte Demonstration verlief friedlich.

Femizid in der Schweiz

Alle zehn Tage tötet in der Schweiz ein Mann eine Frau und jede Woche überlebt eine Frau einen versuchten Femizid. Diese Zahlen stammen von feministischen Organisationen, denn eine offizielle Statistik dazu gebe es nicht, schreibt das Bündnis «Ni Una Menos» in einer Mitteilung. Das wollen sie ändern und auch deshalb haben sie die Demonstration organisiert.

Das Bündnis fordert die Anerkennung des politischen Begriffs Femizid und dessen Verankerung im Strafgesetzbuch. Zusätzlich fordern sie Unterstützung vom Bund für die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt.

Unter einem Femizid versteht man einen Mord an einer Frau, die von ihrem Partner, Ex-Partner, Bruder oder Sohn umgebracht wird.

Bereits in den letzten beiden Wochen wurde mit der Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» auf das Thema aufmerksam gemacht, dabei lag der Fokus jedoch auf sexualisierter Gewalt.

Im Beitrag von TELE TOP erklärt Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD Schweiz und Nationalrätin Grüne, wieso sie an der Demonstration gegen Femizide teilnimmt:

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