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«Überforderung ist ein Grund für Rassismus in Spitälern»

Der diesjährige Zürcher Rassismusbericht hat die Institutionen der Gesundheits- und Altersversorgung unter die Lupe genommen. In Spitälern führen laut dem Bericht häufig Stress oder Überforderung zu Ausgrenzung.

08.06.2018 / 11:30 / von: vbu
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Symbolbild: pixabay.com

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In Zürcher Spitälern oder Alterszentren gibt es laut dem Bericht immer wieder Ausgrenzung oder rassistische Vorfälle.

Christof Meier, der Leiter Integrationsförderung Stadt Zürich, spricht im RADIO TOP-Interview über Strukturen, welche Rassismus begünstigen können:

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Andreas Hauri, der neue Gesundheitsvorsteher der Stadt Zürich, will den Bericht nun genau analysieren und dann mögliche Massnahmen prüfen.

Im RADIO TOP-Interview spricht Hauri über Hürden, die er im Kampf gegen Rassismus an Spitälern sieht:

Die Stadt Zürich ist 2007 der Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus beigetreten und hat sich damit zur Umsetzung eines Aktionsplans verpflichtet. Eine Arbeitsgruppe erstattet dem Stadtrat alle vier Jahre Bericht.

Mehr zum Thema im Beitrag von RADIO TOP:

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Die Zürcher Stadtverwaltung ist gegenüber rassistischer Diskriminierung insgesamt sensibler geworden. Dies geht aus dem nun veröffentlichten dritten Rassismusbericht hervor. Im Rückblick auf die Rassismusberichte 2009 und 2013 seien zahlreiche Empfehlungen umgesetzt worden, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Der Bericht legt den Fokus nicht auf strafrechtlich relevante Handlungen, sondern auf die subjektiv wahrgenommene Wirkung von Diskriminierungen. 

Vom Strafrecht erfasst werden nur bestimmte Handlungen. Ein sozialwissenschaftliches Verständnis von Rassismus nimmt dagegen die individuelle Alltagserfahrungen in den Blick - etwa voreingenommene Fragen bei einem Bewerbungsgespräch oder statistisch nachweisbare Benachteiligungen bei der Lehrstellenvergabe.

Diskriminierungen können von Personen aber auch durch Strukturen verursacht werden. Die Arbeitsgruppe empfiehlt der Verwaltung daher, aufmerksam zu sein gegenüber unbeabsichtigten diskriminierenden Wirkungen der eigenen Tätigkeit. 

An die gesamte Verwaltung richtet die Arbeitsgruppe die Empfehlung, Rassismus und rassistische Diskriminierung regelmässig auf allen Leitungsebenen zu thematisieren. Dabei sollten alltägliche Diskriminierungserfahrungen im Zentrum stehen und Rassismus aktiv angesprochen werden. Be

achtet werden müsse auch, dass rassistische Diskriminierung häufig in Kombination mit anderen Benachteiligungen vorkomme.
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