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Kantone Thurgau und St.Gallen sowie Stadt Zürich beschliessen neue Energiesparmassnahmen

Hinsichtlich der möglichen Energiekrise haben die Kantone St.Gallen und Thurgau Sparmassnahmen bekanntgegeben, um noch mehr Strom zu sparen. Unter anderem werden die Heiztemperaturen gesenkt. Auch die Stadt Zürich wendete sich mit demselben Anliegen an die Bevölkerung.

21.09.2022 / 13:40 / von: bye
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Der Kanton Thurgau und St.Gallen, sowie die Stadt Zürich haben weitere Massnahmen getroffen, um noch mehr Strom zu sparen. (Symbolbild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Der Kanton Thurgau und St.Gallen, sowie die Stadt Zürich haben weitere Massnahmen getroffen, um noch mehr Strom zu sparen.(Symbolbild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

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Die Kantone Thurgau und St.Gallen, sowie auch die Stadt Zürich, haben in ihrer Sitzung vom Mittwoch weitere Energie-Sparmassnahmen getroffen. 

Weniger Strassenbeleuchtung im Kanton Thurgau

Mit verschiedenen Massnahmen will der Thurgauer Regierungsrat den Verbrauch von Gas und Strom um 15 Prozent reduzieren. Er hat darum in seiner Sitzung beschlossen, Strassenlaternen wenn möglich früher auszuschalten. Regierungsrat Walter Schönholzer erklärt gegenüber Radio Top, dass die Beleuchtung bei Zebrastreifen stets vorhanden ist. Weiter erklärt er, dass die Helligkeit der Strassenlaternen heruntergefahren wird. Darüberhinaus wird die Aussen- und Weihnachtsbeleuchtung ausgeschaltet. Auch der Lift-Betrieb wird auf einen Lift pro Gebäude reduziert. Zudem empfiehlt der Regierungsrat, die Raumtemperatur in sämtlichen Räumlichkeiten um drei Grad zu senken. 

 Im Beitrag von Radio Top geben die Regierungsräte der Kantone St.Gallen und Thurgau Auskunft über die Massnahmen.

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Kanton St.Gallen schränkt Weihnachtsbeleuchtungen ein

Auch der Kanton St.Gallen ruft die Bevölkerung und die Firmen eindringlich zum Strom- und Gassparen auf, hält sich mit seinen Massnahmen aber im Vergleich zum Kanton Thurgau relativ bescheiden. Am Mittwoch teilte der Kanton während einer Medienkonferenz mit, dass auf Weihnachtsbeleuchtung, welche nicht mit LED-Leuchten betrieben wird, verzichtet wird. Diese brauche zu viel Strom. Leuchtreklamen, wie auch Schaufenster, bleiben von 22 Uhr bis 6 Uhr Morgens dunkel. Der Kanton möchte als gutes Beispiel voran gehen, darum wird in der Kantonalen Verwaltung die Raumtemperatur um drei Grad gesenekt.  

Alte Heizungen und Gasherde werden in der Stadt Zürich ersetzt

In der Mitteilung des Stadtrats heisst es, dass das Abschalten der Weg- und Strassenbeleuchtung ausserhalb der VBZ-Betriebszeiten aus Sicherheitsgründen nicht in Frage käme. Weiter verzichtet der Stadtrat darauf, die Eisflächen in städtischen Ausseneisbahnen zu einem späteren Zeitpunkt zu öffnen. «Diese Massnahme würde die Vereinstätigkeit der Eissportarten stark beeinträchtigen», heisst es in der Mitteilung. Historische Bauten sollen in der Stadt Zürich weniger oder gar nicht mehr beleuchtet werden. Zudem werden in städtischen Gebäuden Gasheizungen durch Elektromodelle ausgetauscht und alte Heizungen durch neue und effizientere ersetzt. 

Die Kantone appellieren an die Bevölkerung: Nur wenn alle mitmachen, lässt sich die Energiekrise in der Schweiz abwenden. 

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Barbara Kern
am 21.09.2022 um 17:17
Regierung schiesst über das Ziel hinaus. Es ist unverantwortlich die Strassenbeleuchtung vollkommen auszuschalten. Sicherheit geht vor und nicht nur an den Fussgängerstreifen. Rückstellung dich der RR vor dass ältere Menschen des Nachts ohne Beleuchtung nach Hause kommen? Wenn Hindernisse nicht gesehen werden? Oder wie ist es mit der Angst, nicht nur der älteren Bevölkerung nachts alleine ohne Licht unterwegs zu sein. Sparen darf niemals auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung gehen.