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Uster schickt eine Botschaft an den Kanton

Eine der letzten Landreserven im Kanton Zürich soll ein Acker bleiben statt überbaut zu werden. Dies hat die Ustermer Stimmbevölkerung beschlossen. Weiter hält sie auch nichts von der Neuen Greifenseestrasse. Die Annahme aller vier Vorlagen ist eine klare Botschaft an den Kanton.

07.03.2021 / 20:37 / von: sbr/rof
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(Screenshot: TELE TOP)

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Zwei der vier Abstimmungsvorlagen in der Stadt Uster haben sich miit der Zukunft von Uster-Nänikon auseinandergesetzt. Zu beiden gab es einen Gegenvorschlag der Stadt. Auslöser war eine neue Strasse, welche die Kantonsregierung in den Richtplan aufgenommen hatte. Die «Neue Greifenseestrasse» sollte die Reservezone Grossriet in Nänikon erschliessen und gleichzeitig die Industrie Volketswil entlasten.

Der Kanton hat die Rechnung aber ohne die Ustermer gemacht: Mit über 58 Prozent Ja-Stimmen hat die Bevölkerung entschieden, dass das Grossriet ein Acker bleiben soll und nicht, wie selbst von der Stadt geplant, in Zukunft mal überbaut werden könnte. Die Stadt wollte sich dieses Reservegebiet bis ins Jahr 2050 aufsparen und dann wieder entscheiden. Beim Stichentscheid wählte das Stimmvolk mit über 53 Prozent aber die Initiative. 

So oder so - die «Neue Greifenseestrasse» war für den Stadtrat - noch - nicht nötig. Deshalb wollte sich dieser für eine Streichung aus dem Richtplan beim Kanton einsetzen. Dies kann er nun tun, ohne bis zum Letzten zu gehen. Bei dieser Vorlage bevorzugt das Stimmvolk in der Stichfrage mit knappen 51 Prozent den Gegenvorschlag der Stadt. 

Für den Gemeinderat der Grünen Patricio Frei vom Initiativkomitee ist es ein Freudetag: «Dies ist eine Stärkung für den Stadtrat von Uster. Er muss nun die Initiative im Auftrag der Bevölkerung zu Ende bringen, sodass der Kanton darauf verzichtet, die Strasse zu bauen.» Weiter müsse der Regierungsrat nun ein offenes Ohr haben, um der Ustermer Bevölkerung ein klares Zeichen zu setzen.

Der Bauvorsteher von Uster Stefan Feldmann interpretiert das Abstimmungsergebnis kurz und knapp: «Dies ist ein klares Signal an den Kanton Zürich, dass das Grossriet nicht bebaut werden soll.»

Im Interview mit TELE TOP äussern sich Initiant und Bauvorsteher zum Abstimmungsergebnis:

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Henny Burkhart
am 08.03.2021 um 08:41
Toll d ie Bevölkerung in Uster dies abgelehnt hat. Top ????????????????