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Vorsicht vor blinden Passagieren beim Wassersport

In der Schweiz verbreiten sich gebietsfremde Tiere und Pflanzen, die teils zu erheblichen Schäden führen. Mit einer Kampagne will der Kanton Zürich nun verhindern, dass blinde Passagiere beim Wassersport oder beim Fischen von einem Gewässer ins nächste geschleppt werden.

11.05.2021 / 12:58 / von: mle/sda
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Quaggamuscheln vermehren sich stark und können beispielsweise Leitungen verstopfen. (Bild: Kanton Zürich, Eawag)

Quaggamuscheln vermehren sich stark und können beispielsweise Leitungen verstopfen. (Bild: Kanton Zürich, Eawag)

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Die sogenannten Neobiota können Menschen, Tiere, Infrastruktur und die Umwelt erheblich schädigen, wenn sie sich stark ausbreiten, wie die Baudirektion am Dienstag mitteilte.

In Gewässern haben beispielsweise amerikanische Grosskrebse die einheimischen Edelkrebse an einigen Orten bereits zum Aussterben gebracht. Quaggamuscheln verstopfen Wasserentnahmeleitungen und filtrieren so viele Nährstoffe aus dem Wasser, dass Fischen die Nahrung fehlt.

«Neobiota verursachen verschiedenste Schäden» so Natalie Messner, Fachstelle Biosicherheit Kanton Thurgau im Beitrag von RADIO TOP:

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Im Video wird erklärt, wie die Verbreitung von Neobiota gestoppt wird:

Sind sie einmal da, wird man die Neuankömmlinge praktisch nicht mehr los. Daher ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Eine wichtige Rolle dabei spielen etwa Wassersportgeräte. Denn an Booten, Paddeln oder Tauchausrüstung können etwa Larven von Muscheln praktisch nicht sichtbar mitreisen.

Boote und Ausrüstungen müssen darum direkt nach dem Auswassern sorgfältig gereinigt und getrocknet werden, bevor sie in anderen Seen oder Flüssen wieder eingesetzt werden, wie es in der Mitteilung heisst.

So reinigt man sein Boot richtig:

Die Neobiota sind aber nicht nur im Kanton Zürich ein Problem. Auch die Ostschweizer Kantone haben mit gebietsfremden Tieren und Pflanzen zu kämpfen, wie sie am Dienstag mitteilen. Im letzten Jahr standen deshalb erst an einzelnen Thurgauer Einwasserungsstellen Plakate zur Sensibilisierung. Dieses Jahr möchte das Amt für Umwelt zusammen mit allen betroffenen Gemeinden eine Plakataktion durchführen

Ab Mitte Mai machen deshalb Plakate an diversen Bade- und Einwasserungsstellen im ganzen Kanton auf das richtige Verhalten aufmerksam. Alle Ostschweizer Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein informieren mit demselben Plakat.

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