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Aus Angst vor Ehefrau: Mann rast mit 259 km/h durch den Gubrist

Das Bezirksgericht Dietikon verurteilt einen Raser zu 3,5 Jahren Freiheitsstrafe. Der Mann ist vor einem Jahr mit bis zu 259 km/h durch den Gubrist gerast und hat dabei einen Unfall verursacht.

01.12.2022 / 09:49 / von: ame
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Der Ford Fiesta wurde beim durch den Raser verursachten Unfall gegen die Tunnelwand geschleudert, die drei Frauen darin verletzt. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

Der Ford Fiesta wurde beim durch den Raser verursachten Unfall gegen die Tunnelwand geschleudert, die drei Frauen darin verletzt. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

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Viel zu schnell ist ein heute 34-Jähriger auf der A1 durch den Stelzen- und Gubristtunnel gerast. Zeitweise zeigte sein Tacho 259 km/h an. Im Gubrist ist dann plötzlich ein Fahrzeug vor ihm aufgetaucht, dem er nicht mehr ausweichen konnte. Der Mercedes C63 AMG des Rasers knallte in das Heck des Ford Fiesta und schob es in die Tunnelwand. Die drei jungen Frauen im vorderen Auto wurden dabei schwer verletzt.

Das war vor ziemlich genau einem Jahr. Der Mann mit türkischen Wurzeln ist nicht nur gerast, er hatte auch 1,44 Promille Alkohol im Blut und stand unter Cannabis-Einfluss. Nun ist der 34-Jährige vor Gericht gestanden. Der Staatsanwalt forderte vier Jahre Freiheitsstrafe und sechs Jahre Landesverweis. Vor Gericht sagte er laut den Tamedia-Zeitungen, dass es kein Unfall gewesen sei, sondern eine Machtdemonstration und pures, primitives Machogehabe.

Der Verteidiger beantragte hingegen eine bedingte Strafe von 20 Monaten und dass das Gericht auf den Landesverweis verzichtet. Seine Begründung: Der Mann habe aus Angst vor Eheproblemen aufs Gaspedal gedrückt. Seine Frau sei im Ausgang gewesen und er hätte hinter ihrem Rücken dasselbe tun wollen. Nur wollte er vor ihr Zuhause sein. Die Ehe ist inzwischen geschieden.

Das Bezirksgericht Dietikon verurteilte den Raser schlussendlich zu einer Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren und verweist in für sechs Jahre des Landes. Ein Streit mit der Ehefrau zu vermeiden, sei ein «Nichtgrund» um acht Kilometer mit über 200 km/h über die Autobahn zu rasen, begründet das Gericht das Urteil, schreiben die Tamedia-Zeitungen.

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Eva
am 04.12.2022 um 10:27
Zusätzlich lebenslanger führerausweisentzug.