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Weil wieder mehr Menschen reisen: Zürich verstärkt Monitoring der Tigermücke

Die Stadt Zürich macht erneut Jagd auf die Tigermücke. Die wiedererstarkte Reisetätigkeit bietet der Tigermücke aufs Neue mehr Mitfahrgelegenheiten. Deshalb gelte es jetzt besonders zu verhindern, dass sich das invasive Insekt nochmals in Zürich ansiedeln könne.

20.05.2022 / 12:43 / von: mco
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Stadt und Kanton Zürich beobachten auch in diesem Jahr, ob Asiatische Tigermücken hier auftauchen. (Archivbild: KEYSTONE/DPA/UWE ANSPACH)

Stadt und Kanton Zürich beobachten auch in diesem Jahr, ob Asiatische Tigermücken hier auftauchen. (Archivbild: KEYSTONE/DPA/UWE ANSPACH)

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Anfangs Mai hat die Stadt Zürich ihr Tigermückenmonitoring 2022 gestartet – und durch die Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) auf weite Teile des Stadtgebiets erweitert. Besonders wichtig bleibe die Mithilfe der Bevölkerung, teilt die Stadt mit.

2022 werde ein aufschlussreiches Jahr für das Tigermückenmonitoring. Nach der Rückkehr in den Normalzustand ziehe auch die Reisetätigkeit wieder stark an. Unerwünschte Nebenwirkung: Die Asiatische Tigermücke erhält wieder mehr Mitfahrgelegenheiten. Darum werde das Tigermückenmonitoring am Busbahnhof fortgeführt. Und auch in Zürich-Wollishofen, wo sich die Tigermücke bereits einmal ansiedeln konnte, werde die Situation weiter beobachtet. Zusätzlich nutzt die Schädlingsprävention in diesem Jahr ein Citizen-Science-Projekt, die «Black Bucket Challenge», der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) für das Monitoring.

Bei der «Black Bucket Challenge» stellen Hobbyforschende kleine Wasserbehälter in ihren Gärten auf, um während drei Monaten herauszufinden, welche Insekten sich im Wasser ansiedeln. Die Schädlingsprävention untersucht mit zusätzlich in den Wasserbehältern platzierten Holzstäbchen, ob Tigermücken daran Eier legen.

Gabi Müller, Leiterin der Schädlingsprävention der Stadt Zürich, warnt aber vor dem Aufstellen von Wasserbehältern ausserhalb des Forschungsprojekts: «Bereits kleinste Mengen stehendes Wasser reichen gefässbrütenden Mücken und insbesondere Tigermücken als Brutstätten.»

Wer eine Tigermücke auf dem Stadtgebiet findet, kann diese im Internet unter zueriwieneu.ch oder über die App «Züri wie neu» melden. Für Sichtungen im übrigen Kanton gibt es ein Formular auf der Webseite muecken-schweiz.ch

Erfolgreiche Tilgung der Asiatischen Tigermücke in Wollishofen

Als die Tigermücke im September 2018 in Zürich-Wollishofen entdeckt wurde, wurden im Jahr darauf mögliche Brutstätten systematisch beseitigt und Mückenlarven in Dolen und anderen stehenden Wasseransammlungen mit einem biologischen Mittel unschädlich gemacht. Seit 2020 konnten im betroffenen Gebiet weder Tigermücken noch deren Eier gefunden werden, berichtet die Stadt.

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