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Weiterhin Freiwilligkeit statt Zwang in der Zürcher Sozialhilfe

Seit drei Jahren hat das Stadtzürcher Sozialdepartement eine neue Strategie im Umgang mit Sozialhilfebeziehenden: Es übt keinen Druck mehr aus, sondern setzt auf Freiwilligkeit. Dabei akzeptieren die Behörden, dass es manche nicht zurück in den Arbeitsmarkt schaffen.

20.09.2021 / 16:37 / von: rme/sda
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Abschied von unrealistischen Zielen: Wer kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, wird in der Stadt Zürich nicht mehr zu immer neuen Integrations-Anstrengungen gezwungen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Abschied von unrealistischen Zielen: Wer kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, wird in der Stadt Zürich nicht mehr zu immer neuen Integrations-Anstrengungen gezwungen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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Zwang und Sanktionen gibt es in der Stadt Zürich seit drei Jahren nur noch für jene Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger, die trotz guter Arbeitsmarktchancen zu wenig Engagement an den Tag legen. In den vergangenen drei Jahren gehörten aber nur rund 50 Personen dieser Gruppe an, wie die Stadt am Montag mitteilte.

«Realität des Arbeitsmarktes akzeptieren»

Ansonsten setzt die Stadt auf Freiwilligkeit. Berufliche und soziale Integration funktioniere auch ohne Zwang, wird Sozialvorsteher Raphael Golta (SP) zitiert. Dabei akzeptiert die Stadt, dass es nicht alle Sozialfälle zurück in den Arbeitsmarkt schaffen. Die Stadt «akzeptiert die Realität des Arbeitsmarktes».

Im Interview mit TELE TOP sprechen Stadtrat Raphael Golta und Urs Leibundgut, Direktor Soziale Einrichtungen und Betriebe, über die Evaluation der neuen Strategie im Sozialhilfebereich:

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Jene, die wegen fehlender Qualifikationen oder gesundheitlicher Probleme kaum Aussicht auf eine existenzsichernde Beschäftigung haben, können die Integrationsprogramme freiwillig besuchen - dies aber ohne Druck, ein unrealistisches Ziel erreichen zu müssen.

Anforderungen «schlicht zu hoch»

Denn der überwiegende Teil der arbeitsfähigen Sozialhilfebezüger finde nicht wegen fehlender Motivation keine Stelle, sondern weil die Anforderungen des Arbeitsmarkts schlicht zu hoch seien, schreibt die Stadt weiter.

Auch wenn die Integrationsprogramme für jene mit schlechten Chancen seit drei Jahren freiwillig sind: Zu einem Einbruch der Teilnehmerzahlen sei es nicht gekommen, schreibt die Stadt weiter. Die Stadt zieht unter dem Strich somit ein positives Fazit zur neuen Strategie - und bleibt somit bei Freiwilligkeit statt Zwang.

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