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Wenn das Geld nicht zum Leben reicht

In der Schweiz leben laut Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) etwa 2,5 Prozent in prekären Arbeitsverhältnissen. Das heisst: Ihr Gehalt reicht nicht zum Leben. Die Corona-Krise dürfte diesen Umstand noch verschlimmert haben. Die Caritas Zürich fordert Lösungen.

21.10.2020 / 18:46 / von: cst/mle
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In der Schweiz verdienen etwa 2,5 Prozent nicht genug, um ihr Leben bestreiten zu können. (Screenshot: TELE TOP)

In der Schweiz verdienen etwa 2,5 Prozent nicht genug, um ihr Leben bestreiten zu können. (Screenshot: TELE TOP)

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In der Schweiz leben laut Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) etwa 2,5 Prozent in prekären Arbeitsverhältnissen, das zeigen die aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2017. Diese Zahl dürfte jedoch noch deutlich höher sein, sagt Caritas Zürich. Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen seien sehr angepasst und oft erkenne man nicht, dass diese Menschen in finanziellen Notlagen leben.

Verschiedene Branchen sind von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen, vor allem aber der Dienstleistungssektor. Darunter fallen das Gastgewerbe, die Pflegebranche, das Sexgewerbe, der Kurierdienst, der Detailhandel oder die Reinigungsbranche. Ausschlaggebend für prekäre Arbeitsverhältnisse sind tiefe Löhne, befristete Arbeitsverträge und Arbeitsverträge auf Abruf.

Ein grosses Problem sind die fehlende Forschung sowie die Zahlen. Grund dafür ist, dass Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen nicht sichtbar sind. Doch auch auf struktureller Ebene braucht es Lösungen. Eine Möglichkeit sieht die Caritas Zürich beim Einführen eines Mindestlohns oder eines besseren arbeitsrechtlichen Schutzes.

Die Corona-Krise hat die Situation zusätzlich verschärft. Viele dieser Jobs können nicht im Homeoffice durchgeführt werden, was zu gesundheitlicher Gefährdung führen kann und auch mehr Flexibilität der Mitarbeitenden erfordert. Auch die möglichen Jobverluste sind ein weiterer Faktor. Das Gravierende dabei: Wer schon mit einem 100-Prozent-Lohn nur knapp sein Leben finanzieren kann, ist mit Kurzarbeit und nur 80 Prozent stark gefährdet.

Reaktionen der Caritas und aus der Politik im Beitrag von TELE TOP:

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