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«Wir können pro Woche neun Tonnen Desinfektionsmittel produzieren»

Der Kanton Zürich erwartet in gut eineinhalb Wochen den grossen Ansturm von Coronaviruspatienten. Dafür sind alle Zürcher Spitäler gut gerüstet.

25.03.2020 / 18:17 / von: sda/rme/slu/mma
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Noch gibt es genügend Platz in den Zürcher Spitälern. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Noch gibt es genügend Platz in den Zürcher Spitälern. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Bis am Mittwochnachmittag gab es im Kanton Zürich 1332 Coronavirus-Fälle. Das Durchschnittsalter lag bei den positiv getesteten Personen bei 51 Jahren. Dies gab die Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli an einer Onlinemedienkonferenz bekannt.

Zudem gab sie Entwarnung bei den Spitälern. Diese seien sehr gut auf den kommenden Ansturm gewappnet. Der erwartet Natalie Rickli in gut eineinhalb Wochen.

die Kapazität an Intensivbetten wurde deutlich gesteigert. Ende Februar gab es 194, heute sind es 366, wie die Gesundheitsdirektorin sagte. Limitierender Faktor sei nicht die Zahl der Beatmungsgeräte sondern das medizinische Fachpersonal, sagte Christian Schär, Präsident des Verbands Zürcher Krankenhäuser.

Vor allem für das Universitätsspital ist ein Ansturm kein Problem. Die erste Intensivstation für Coronavirus-Patienten sei bis jetzt zur Hälfte belegt. Innerhalb von 24 Stunden könnte eine zweite Intensivstation mit 12 zusätzlichen Betten aufgebaut werden. Innerhalb von zwei Tagen sogar eine Dritte, mit zusätzlichen 41 Betten, erklärte der Direktor des Universitätsspitals Gregor Zünd.

Ein weiteres Problem welches in den nächsten Tagen behoben wird, ist der Nachschub von zusätzlichem Schutzmaterial für das Gesundheitspersonal. Da hätten alle Zürcher Spitäler zusammen in China eine Sammelbestellung gemacht.

Ebenfalls gelöst ist der Desinfektionsmittelengpass für die Gesundheitseinrichtungen. Der Kanton Zürich habe in den letzten beiden Wochen eine Herstellung aufgebaut und konnte so die Kapazität verdoppeln.

«Wir können pro Woche neun Tonnen Desinfektionsmittel produzieren», sagt der Zürcher Kantonsapotheker Andreas Hintermann im Beitrag von RADIO TOP:

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Damit auch später der Nachschub von notwendiger Schutzausrüstung für das medizinische Personal vorhanden ist, hat der Kanton eine vollautomatische Maskenproduktions-Maschine gekauft. Diese soll täglich bis zu 32'000 spezielle FFP2-Masken herstellen. Betriebsstart soll in der zweiten Aprilhälfte sein. Eine zweite Maschine hat der Bund beschafft. Heute werden in der Schweiz überhaupt keine Schutzmasken hergestellt.

Damit auch alle Gesundheitseinrichtungen davon profitieren können, hat der Kanton Zürich seit zwei Wochen einen Webshop. Pro Tag werden etwa 400 Bestellungen ausgeliefert.

TELE TOP hat die Entscheide des Kantons und des Bundes zusammengefasst:

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