Pull down to refresh...
zurück

«Wir müssen das Beste aus dieser Welt machen»

Die beiden St.Galler Künstler Frank und Patrik Riklin haben am Donnerstagmorgen Steintafeln mit den «Zehn Geboten Vol. 2» im Zürcher Schanzengraben versenkt. Es ist der zweite Teil einer Kunstaktion, die vor rund zehn Tagen in St.Gallen begonnen hat.

09.07.2020 / 17:54 / von: sbr/sda
Seite drucken Kommentare
0
Die zehn Gebote in Reih und Glied bereit für die Wässerung. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die zehn Gebote in Reih und Glied bereit für die Wässerung. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 1 und 2. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 1 und 2. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 5 und 6. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 5 und 6. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 7 und 8. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 7 und 8. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 9 und 10. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Gebot 9 und 10. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die Sandsteintafeln sind je 100 Kilo schwer. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die Sandsteintafeln sind je 100 Kilo schwer. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Nach der Aktion wurde noch eine Gedenktafel am Ort des Geschehens angebracht. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Nach der Aktion wurde noch eine Gedenktafel am Ort des Geschehens angebracht. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die Gedenktafel soll auf die zehn Gebote aufmerksam machen und sie erklären. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die Gedenktafel soll auf die zehn Gebote aufmerksam machen und sie erklären. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die zehn Gebote liegen alle nebeneinander im Schanzengraben. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die zehn Gebote liegen alle nebeneinander im Schanzengraben. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die St.Galler Zwillinge und Künstler Frank und Patrik Rikner. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

Die St.Galler Zwillinge und Künstler Frank und Patrik Rikner. (Bild: RADIO TOP/ Stephanie Brändle)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Am Donnerstagmorgen transportierten Frank und Patrik Riklin zusammen mit Helfern zehn Steintafeln im Gewicht von rund einer Tonne von St.Gallen nach Zürich. Sie seien einfach in einen Bahnwagen eingestiegen, schilderte Patrik Riklin gegenüber Keystone-SDA die ungewöhnliche Reise.

Mitten im Zürich Finanzdistrikt und dort im Schanzengraben sollte eine öffentliche Kunstperformance ihr vorläufiges Ende finden, die am 23. Juni in der St.Galler Altstadt direkt neben der Kathedrale begonnen hat.

Eigenhändig meisselten die beiden Brüder - jeweils umringt von Zuschauern - ihre «Zehn Gebote, Vol. 2» in Sandsteintafeln. Eine Videokamera auf einer Holzlatten-Konstruktion lieferte einen Internet-Livestream. «Trust insanity and question the conventional» (Vertrau dem Wahnsinn und stell das Konventionelle in Frage) heisst eines der neuen Gebote.

Die Kunstaktion der Riklin-Zwillinge im Zürcher Schanzengraben gibt es hier zum nacherleben: 

audio


Die Künstler schweigen
Mit ihrer Aktion wollen die Künstler die Gesellschaft zur Selbstreflexion und zur Suche nach Sinn animieren. Die Performance habe zum Ziel, «an der Schnittstelle zwischen Kunst, Religion, Philosophie und Wirtschaft» an den neu formulierten Werten zu meisseln, die es brauche, heisst es in der Medienmitteilung zur Aktion.

Am Donnerstagvormittag wurden die Tafeln vom Zürcher Hauptbahnhof durch die Bahnhofstrasse am Paradeplatz vorbei bis zum Schanzengraben transportiert. Dort fand dann die «Wässerung» statt, wie Patrik Riklin sagte. Im klaren Wasser seien die Aufschriften auf den Tafeln in rund 1.20 Meter Tiefe weiterhin gut lesbar.

video

Mit dieser unbewilligten Aktion haben die Brüder ihre Arbeit vorläufig beendet. Sie wollten es nun der Gesellschaft überlassen, zu entscheiden, ob die Tafeln in Zürich bleiben könnten, sagte Riklin. Die neuen Gebote interpretieren wollen sie nicht: «Die Künstler schweigen», hiess es schon in St.Gallen.

Frank und Patrik Riklin gehen mit ihrem «Atelier für Sonderaufgaben» seit 20 Jahren der Frage nach, «inwieweit sich das Potenzial der Kunst erweitert, wenn sie den repräsentativen Rahmen verlässt und direkt in sozial-gesellschaftliche Realitäten eingreift». Bekannt wurden sie etwa durch ihre «Null-Stern-Hotels».

Beitrag erfassen

Keine Kommentare