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Zoo Zürich freut sich über erste Geburt eines Stachelschweins

Nachwuchs im Zoo Zürich: Am 3. Mai ist hier zum ersten Mal ein kleines Stachelschwein auf die Welt gekommen. Das Männchen trägt den Namen Wakili. Anders als bei seinen Eltern sind seine Stacheln noch weich und kurz.

18.05.2022 / 17:37 / von: sda/ame/mju
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Das Kleine ist das erste Stachelschweinbaby im Zoo Zürich. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Das Kleine ist das erste Stachelschweinbaby im Zoo Zürich. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Das Stachelschweinchen hört auf den Namen Wakili und ist anfangs Mai zur Welt gekommen. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Das Stachelschweinchen hört auf den Namen Wakili und ist anfangs Mai zur Welt gekommen. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Noch verbringt es die meiste Zeit in der Höhle mit Mama oder Papa. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Noch verbringt es die meiste Zeit in der Höhle mit Mama oder Papa. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Wie bei Stachelschweinen üblich kümmert sich nicht nur Mutter Otavi um Wakili, sondern ebenso Vater Kymani. Zurzeit verbringt Wakili noch viel Zeit in den geschützten unterirdischen Gängen, kann aber zunehmend auch mit den anderen Tieren an der Oberfläche beobachtet werden, wie der Zoo am Mittwoch mitteilte.

In diesen unterirdischen Höhlen und Gängen, die von den ausgewachsenen Tieren selbst gebaut werden, ist das kleine Stachelschwein auch geboren. Hier verbringen die nachtaktiven Tiere einen Grossteil ihrer Zeit. Aber wenn das passende Futter lockt, verlassen sie gerne auch tagsüber ihren Bau und zeigen sich den Besucherinnen und Besuchern.

TELE TOP durfte das Baby-Stachelschwein im Zoo Zürich besuchen:

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Stacheln zur Verteidigung

Mit ihren kurzen Beinen sind Stachelschweine keine guten Sprinter. Ihre wichtigste Verteidigungswaffe sind daher ihre Stacheln. Diese bestehen genau wie Nägel oder Haare aus Keratin. Die grossen, dicken Stacheln nutzen die Tiere vor allem zur Abwehr von Raubfeinden, die kleineren, dünneren dienen laut Zoo wahrscheinlich auch als Tasthilfen.

Nähert sich ein potenzieller Feind, stellt das Tier seine Stacheln auf und nimmt eine Drohhaltung ein. Lässt sich der Gegner davon nicht beeindrucken, fängt das Stachelschwein an, mit den Stacheln zu rasseln und mit den Hinterbeinen zu stampfen. Im Extremfall greift es auch an, indem es rückwärts oder seitwärts auf den Feind zu rennt. Beim Kontakt brechen die Stacheln leicht ab und können beim Gegner schmerzhafte Verletzungen und Infektionen verursachen.

Was bei der Abwehr von Feinden durchaus nützlich ist, erweist sich beim Geschlechtsakt eher als hinderlich - vor allem dann, wenn sich das Weibchen gegen das Männchen wehrt, wie es in der Mitteilung heisst. War die Paarung erfolgreich, bringt das Weibchen ein bis vier Junge zur Welt.

Obwohl sie Stachelschweine heissen, gehören sie zu den Nagetieren. In Afrika sind es die grössten Nagetiere, in Europa ist nur der Biber grösser. Die Tiere sind in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre heimisch, in Europa lebt allerdings nur das Gewöhnliche Stachelschwein und zwar in Italien. Man geht allerdings davon aus, dass sie dort nicht heimisch sind, sondern von den Römern in der Antike nach Italien gebracht wurden.

Warum die Geburt des kleinen Wakilis auch trotz schon vorhandener Stacheln problemlos verlief im Beitrag von Radio TOP: 

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