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Zürcher Bars: Lieber schliessen als weitere Einschränkungen

Die Zürcher Bar & Club Kommission (BCK) kritisiert die «Salamitaktik» des Bundes. Statt einer weiteren Corona-Verschärfung sollte der Bund die Barbetriebe schliessen. Mit einer amtlichen Schliessung wäre ein Härtefall gegeben und damit finanzielle Hilfe.

04.12.2020 / 18:23 / von: sbr/sda
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Die Zürcher Bar & Club Kommission plädiert für eine amtliche Schliessung statt weiterer Einschränkungen. (Bild: CREDIT: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Die Zürcher Bar & Club Kommission plädiert für eine amtliche Schliessung statt weiterer Einschränkungen. (Bild:CREDIT: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Die Kommission habe Verständnis dafür, dass der Bund wegen der stagnierenden Coronazahlen reagieren müsse, teilte die BCK am Freitag mit. Doch statt eine klare Ansage zu machen, Barbetriebe zu schliessen und wie in Deutschland zu entschädigen, entziehe man diesen mit immer weiteren Auflagen jegliche wirtschaftliche Basis.

Bereits vor der aktuellen Verschärfung durch den Bund, erlitten die meisten Barbetriebe in der Stadt Zürich laut BCK Umsatzeinbussen von mindestens 60 Prozent. Die meisten Barbetriebe verlieren mehr Geld als sie einnehmen.

Weil nun keine Freunde mehr, die nicht im selben Haushalt leben, an einem Tisch sitzen sollten, werde der Umsatz weiter einbrechen. Es sei ein Rätsel, warum der Bund nicht konsequent sei und Barbetriebe schliesse, heisst es in der Mitteilung.

Eine amtliche Schliessung würde die betriebliche Wirtschaftssicherung erleichtern, denn damit wäre ein Härtefall gegeben. Nur damit liessen sich mit Vermietern Verhandlungen über Mietzinsreduktionen führen, oder es könnte eine Versicherungsabdeckung beansprucht werden.

Die «Salamitaktik» des Bundes gefährde Arbeitsplätze und die Existenz vieler Unternehmen, schreibt die BCK.