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Zürcher Baudirektion droht Bauunternehmen mit Sanktionen

Die Zürcher Baudirektion massregelt eine Firma wegen sexistischer Kommunikation. Sie hat der Firma mit Sanktionen gedroht, falls sie sexistische und geschlechterdiskriminierende Aktionen wiederholt.

08.11.2018 / 13:45 / von: sbr/sda
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Die Baufirma musste die Mitarbeiterzeitschrift aus dem Internet entfernen. (Symbolbild: pixabay.com/Didgeman)

Die Baufirma musste die Mitarbeiterzeitschrift aus dem Internet entfernen. (Symbolbild: pixabay.com/Didgeman)

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Dies geht aus einer Regierungsrat-Antwort hervor, die am Donnerstag publiziert wurde. Drei Parlamentarierinnen reichten den Vorstoss ein, nachdem der «Tages-Anzeiger» den Fall öffentlich gemacht hatte.

Die Baufirma, welche von öffentlichen Aufträgen profitiert, stellte demnach im Mitarbeitermagazin Frauen immer wieder in herabwürdigender Weise dar. Zu einem Bericht über eine Kiesgrube wurde etwa eine leicht bekleidete Frau abgebildet. Dazu kamen Sprüche wie «Heute schon gebaggert?» und Ähnliches.

Die Zürcher Baudirektion griff nach Bekanntwerden der Bilder und Texte im Mitarbeitermagazin ein. Die Firma nahm die Mitarbeiterzeitschrift vom Netz und versprach, dass diese nicht mehr in dieser Form publiziert wird.

Gleichzeitig versicherte die Firma, sämtliche anderen Kommunikationsmittel angepasst zu haben. Als weitere Massnahme wird die Fachstelle für Gleichstellung von Mann und Frau die Belegschaft der Firma in Fragen des Gleichstellungsgesetzes mit Schwerpunkt auf sexuelle Belästigung schulen.

Die Zürcher Baudirektion stützt sich beim Eingreifen auf die Submissionsverordnung. Unternehmen, welche öffentliche Aufträge annehmen, müssen sicherstellen, dass der Grundsatz der Gleichbehandlung von Mann und Frau eingehalten wird.

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