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Zürcher Gemeinderat lehnt nicht «geschlechtergerecht» formulierten Vorstoss ab

Weil der Vorstoss von Stadtparlamentarierin Susanne Brunner nicht «geschlechtergerecht» formuliert wurde, lehnt das Büro des Zürcher Gemeinderats den Vorstoss ab. Das hat es so noch nicht gegeben.

26.06.2019 / 06:48 / von: mco
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Die SVP-Stadtparlamentarierin Susanne Brunner wollte ihren Vorstoss nicht umschreiben. (Bild: susanne-brunner.ch)

Die SVP-Stadtparlamentarierin Susanne Brunner wollte ihren Vorstoss nicht umschreiben. (Bild: susanne-brunner.ch)

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Das Büro des Zürcher Gemeinderats hat einen Vorstoss aus dem Parlament wegen nicht «geschlechtergerechten» Sprache zurückgewiesen, schreibt die «NZZ» in einem Bericht. Die SVP-Gemeinderätin Susanne Brunner soll demnach einen Vorstoss wegen Aktivisten beim Pfingstweidpark eingereicht haben, ohne Erfolg.

Das Büro des Gemeinderats wollte den Vorstoss nicht akzeptieren, weil er die sprachliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern verletzt. Susanne Brunner hatte in ihrem Vorstoss bis auf den ersten Satz, dort schreibt sie von «Aktivisten» und «Aktivistinnen», nur die männliche Form verwendet. Unter anderem schreibt sie von «Besetzern», «Anwohnern» und «Touristen».  

Als das Büro des Gemeinderats die SVP-Politikerin aufforderte, ihren Vorstoss anzupassen, weigert sich diese. Die Konsequenz davon: Der Vorstoss wurde abgelehnt. 

Dieser Vorgang habe sich so noch nie zugetragen, heisst es bei der «NZZ» weiter. Wohl auch, weil der Absatz zur «geschlechtergerechten Sprache», mit dem das Büro seinen Beschluss begründet, erst am 1. Mai 2018 in Kraft getreten sei. «Frauen und Männer sind sprachlich gleichberechtigt zu behandeln.», heisst es in diesem Absatz. 

 

 

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Elke Tiemann
am 30.08.2019 um 20:48
Da hat endlich mal eine Frau(!) den Mumm, sich gegen diese Pseudo-Gleichberechtigung zu wehren, und schon wird sie ausgebremst! Haben wir eigentlich keine anderen Sorgen als die sogenannte Gleichberechtigung von minderwertigkeitskomplex-beladenen Frauen?