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Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli erhöht Druck auf Ungeimpfte

Impfgegner müssten eigentlich bei einer Covid-19-Erkrankung eine Patientenverfügung mit dem Verzicht auf eine Spital- und Intensivbehandlung verfassen: Das sagte die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli am Mittwoch in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. «Ungeimpfte verlängern die Pandemie», erklärte sie.

01.09.2021 / 07:36 / von: sda/jmi
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Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli spricht sich für eine Ausweitung des Covid-Zertifikats aus. So soll der Druck auf Ungeimpfte erhöht werden. (Archivbild:KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli spricht sich für eine Ausweitung des Covid-Zertifikats aus. So soll der Druck auf Ungeimpfte erhöht werden. (Archivbild:KEYSTONE/Walter Bieri)

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«Der Weg aus der Pandemie ist klar: Impfen, impfen, impfen», hielt die Gesundheitsdirektorin fest. Viele Leute holten ihre Impfung aktuell nach, wobei eine Rolle spiele, dass die Tests ab Oktober nicht mehr gratis sind.

Mit Impfgegnern geht die SVP-Politikerin Rickli in dem Interview hart ins Gericht. «Wer Impfgegner ist, der müsste eigentlich eine Patientenverfügung ausfüllen, worin er bestätigt, dass er im Fall einer Covid-Erkrankung keine Spital- und Intensivbehandlung will. Das wäre echte Eigenverantwortung», gab sie zu Protokoll.

Deutlich sprach sich Rickli für die Covid-Zertifikate aus. Diese würden helfen. Der vom Bundesrat abgesteckte und breit abgestützte Weg sollte fortgesetzt werden. Das Zertifikat ermögliche ein fast normales Leben.

Die erweiterte Zertifikatspflicht sollte so rasch wie möglich kommen. Ein Zertifikat als Zutrittsbedingung für den öffentlichen Verkehr, wie es der Kanton Graubünden ins Spiel gebracht hatte, hält Rickli im dicht vernetzten Kanton Zürich indessen für nicht praktikabel.

Da viele Reiserückkehrer sich ansteckten und 80 Prozent der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Intensivstationen Migrationshintergrund haben, steht auch eine Reisequarantäne wieder im Raum. Hier plädiert Rickli dafür, erst die Erfahrungen mit dem Zertifikat abzuwarten und die Lage in zwei bis drei Wochen neu zu beurteilen.

Ethiker sehen das Statement kritisch

«Die Behandlung zu verweigern ist ethisch fragwürdig. Die Gesundheit jedes einzelnen Menschen und das Retten von menschlichem Leben steht immer im Vordergrund. Geschädigten Personen eine Behandlung zu verweigern, sehe ich kritisch», sagt der Professor für Ethik, Christoph Stückelmann im Interview mit RADIO TOP. «Die Aussage von Frau Rickli verstehe ich mehr als ein Aufruf. Sich bewusst sein über alle Risiken und Nebenwirkungen ist durchaus wichtig», so Stückelmann. Ähnlich sieht es die Medizinethikerin Ruth Baumann.

«Menschen sollen unabhängig von Fähigkeiten und Eigenschaften medizinisch behandelt und betreut werden», sagt Ruth Baumann gegenüber RADIO TOP. Beide sind sich einig das die goldene Regel der Ethik gilt. Andere so behandeln, wie man es gerne auch möchte.

Im Beitrag von RADIO TOP erklären die beiden Experten, warum das Statement kritisch zu beäugen ist: 

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R.
am 01.09.2021 um 12:48
Das ist Schwachsinn!!! Nicht die Ungeimpften sorgen dafür dass die Pandemie andauert, sondern ALLE JENE die während einer akuten Pandemie WEITER durch die Welt reisen, um IHRE Freiheiten zu leben, OHNE Rücksicht auf Verlust!!! Rund 20% der Ferienrückkehrer WAREN INFIZIERT!!! Die Aussage dieser 'Dame' IST Verfassungswidrig!! Zwang ist in der Schweiz NICHT umsetzbar!!! Zumal es sich nach wie vor um ein Mittel handelt, welches NUR als Notzulassung angenommen wurde, UND zumal dessen Wirkung nun sogar noch kürzer ist, als ursprünglich angenommen!!! Die tut so, als würde man genau wissen was man macht. WEISS MAN ABER NICHT. Man macht, was man sich erhofft, dass es richtig sei. Das DÜMMSTE was die ganze Welt machte, war die Grenzen wieder freizugeben, damit die Bürger weiterhin ins Ausland können... ALSO AUCH DAHIN wo die Ansteckungsgefahr GROSS ist! Beispiel Grossbritannien wo es so gut wie KEINE Massnahmen mehr gibt.. Die Politiker machen es sich sehr einfach mit solchen Aussagen! Es wurde von ANFANG AN KLAR DEFINIERT dass ein Impfzwang in der Schweiz NIEMALS kommen wird!! Also DARF auch nicht dahingehend genötigt werden! DAS IST GESETZESWIDRIG!!! Nötigung IST strafbar!!!! Sollte diese 'Dame' eigentlich wissen.
Grossi
am 01.09.2021 um 10:46
Das ist nur noch rassistisch und hat nichts mehr mit Demokratie zu tun. Es gibt schliesslich auch Geimpfte auf der Intensivstation.