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Besetzte Intensivbetten: Ambulanzen müssen freie Plätze suchen

Im gesamten Kanton Zürich sind momentan nur 17 Intensivbetten frei. Dies hat massive Konsequenzen: Rettungsdienste müssen für Verunfallte nach freien Intensivbetten suchen.

07.09.2021 / 07:29 / von: mma
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Im Kanton Zürich sind nur noch 17 Intensivbetten frei. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Im Kanton Zürich sind nur noch 17 Intensivbetten frei. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Die Zürcher Intensivbetten füllen sich immer mehr wegen Corona-Erkrankungen. 90 Prozent der Intensivplätze im Kanton sind momentan belegt. Die Situation sei sehr angespannt, erklärt Ronald Alder vom Verband Zürcher Krankenhäuser (VKZ) gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Als Beispiel für die angespannte Lage nennt Alder die Suche nach Betten für Verunfallte. So müssten Rettungsdienste zum Teil mehrere Spitäler abtelefonieren, um einen Intensivplatz für einen Verunfallten zu finden. Dadurch können wertvolle Minuten im Kampf um Leben und Tod verloren gehen. Doch auch für Krebs- oder Herzpatienten habe die Situation Folgen. Operationen müssten verschoben werden, was zu Folgeschäden führen könnte.

Weiter erklärt Alder, dass momentan auch Patienten in andere Kantone verlegt würden. Die Situation sei noch unter Kontrolle, die anhaltende Belastung erhöhe aber den Druck auf das Pflegepersonal. Entspanne sich die Situation nicht, nehme die Betreuungsqualität ab.

Gemäss Recherchen der Zeitung liegen derzeit rund 70 Corona-Patienten auf einer Zürcher Intensivstation. Das ist ein Drittel aller Intensivbetten. 90 Prozent der Intensiv-Corona-Patienten seien zudem ungeimpft.

Bettenkapazität soll ausgebaut werden

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich bereitet sich vor, die Kapazitäten hochzufahren. So sollen auch jene Spitäler eingebunden werden, welche nicht über eine Intensivstation verfügen. Auch Privatspitäler sollen eingebunden werden.

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