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Zürcher Migrationsamt stoppt kosovarische Sängerin

Einer kosovarischen Sängerin wurde die Einreise in die Schweiz verweigert, weil sie das Migrationsamt Zürich als «nicht sehr gut qualifiziert» eingestuft hat. Die Kurzaufenthaltsbewilligung wurde ihr entzogen.

02.08.2019 / 07:01 / von: mle
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Einer kosovarischen Sängerin wurde die Einreise in die Schweiz verweigert, weil sie das Migrationsamt Zürich als «nicht sehr gut qualifiziert» eingestuft hat. (Symbolbild: Pixabay.com/lograstudio)

Einer kosovarischen Sängerin wurde die Einreise in die Schweiz verweigert, weil sie das Migrationsamt Zürich als «nicht sehr gut qualifiziert» eingestuft hat. (Symbolbild: Pixabay.com/lograstudio)

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Die kosovarische Sängerin Xhevahire Bytyqi tritt seit 2004 immer wieder in der Schweiz auf. Zwischen September 2018 und April 2019 hätte sie wieder Shows in der Schweiz gehabt. Doch das Migrationsamt Zürich machte der Sängerin einen Strich durch die Rechnung. Sie verweigerten ihr die Einreise, weil sie sie als «nicht sehr gut qualifiziert» eingestuft haben. Zudem sei «ihr behaupteter grosser Bekanntheitsgrad in der Heimat» nicht genügend belegt. Dies berichtet die «Neue Zürcher Zeitung» am Freitag. 

Wie die Zeitung weiter schreibt, verlangt das Migrationsamt von Künstlern aus Drittstaaten, die eine Kurzzeitbewilligung wollen, dass sie Gewähr «für eine musikalisch wertvolle Darbietung auf hohem Niveau» bieten. Sie müssen also einen Nachweis über ihre Qualifikation vorlegen.

Sängerin Xhevahire Bytyqi legte daraufhin eine Bestätigung einer kosovarischen Vereinigung bei, deren Abteilung für Gesang und Tanz sie seit dem Jahr 2000 angehört. Zudem sei sie seit 15 Jahren regelmässig in der Schweiz als Sängerin tätig gewesen. Dem Migrationsamt reichte auch das nicht. Offenbar stellte das Amt auf Youtube Nachforschungen an. Auch Musikvideos der Sängerin, welche zwischen 3500 und 31'000 Aufrufe hatten, konnten das Migrationsamt nicht überzeugen. Sogar ihr nachgereichtes Mittelschuldiplom in der Fachrichtung Musik brachte nichts. 

Dieses Urteil bestätigte auch die Zürcher Sicherheitsdirektion. Sie lehnte einen Rekurs nämlich ab.

Schuld ist Reglementierung im Rotlichtmilieu

Wie die Zeitung weiter schreibt, sei die strenge Reglementierung aufs das sogenannte Cabaret-Tänzerinnen-Statut zurückzuführen. Das Statut wurde vor knapp 25 Jahren zum Schutz der Frauen in Kontaktbars eingeführt. Damals war es Frauen aus Drittstaaten nämlich möglich, ohne spezifische Qualifikation während acht Monaten als Cabaret-Tänzerinnen tätig zu sein. Weil das Statut die Frauen nicht schützte, sondern eher die Ausbeutung begünstigte, wurde es 2016 abgeschafft. Weil sich die Kontaktbar-Besitzer daraufhin solche Kurzzeitbewilligungen für Künstler zunutze machten, um weiterhin Frauen in ihre Lokale zu bekommen, wurden die Auflagen verschärft.

Ist sie gut genug um in der Schweiz auftreten zu dürfen? Hört selbst: 

 

 

 

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