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Zürcher Polizeikorps sollen Nationalitäten wieder angeben

Die Zürcher SVP möchte, dass alle Zürcher Polizeikorps wieder die Nationalität von Tätern in ihren Medienmitteilungen angeben müssen. Seit drei Jahren verzichtet die Stadtpolizei Zürich darauf. Die Initiative, welche am 7. März vors Volk kommt, will, dass die Polizei zusätzlich den Migrationshintergrund nennt.

28.01.2021 / 20:19 / von: mst/asl
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Die Stadtpolizei Zürich verzichtet darauf, in ihren Medienmitteilungen automatisch die Nationalität von Tätern zu nennen. (Symbolbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Die Stadtpolizei Zürich verzichtet darauf, in ihren Medienmitteilungen automatisch die Nationalität von Tätern zu nennen. (Symbolbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

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Am Donnerstagmorgen stellte die SVP ihre Kampagne für ihre Initiative vor, welche verlangt, dass die Zürcher Polizeikorps in ihren Medienmitteilungen wieder die Nationalität von Täterinnen und Tätern nennt. Die Initiative will zudem, dass die Polizei auf Anfrage den Migrationshintergrund kommuniziert. «Es geht um Transparenz», sagt Mauro Tuena, Präsident der Stadtzürcher SVP und Präsident des Initiativkomitees.

Grund für die Volksinitiative ist der Entscheid des Sicherheitsvorstehers der Stadt Zürich, Richard Wolff, dass die Stadtpolizei Zürich darauf verzichtet, in ihren Medienmitteilungen automatisch die Nationalität von Tätern zu nennen.

Zur Abstimmung am 7. März kommt nicht nur die Initiative der SVP, sondern auch ein Gegenvorschlag der Regierung. Dieser möchte zwar die Nennung der Nationalität, nicht aber den Migrationshintergrund.

Die SP lehnt sowohl die Initiative wie auch den Gegenvorschlag ab. Die Nennung der Nationalität erwecke den falschen Eindruck, dass die ausländische Herkunft ausschlaggebend für kriminelles Handeln ist, sagt SP-Kantonsrat Markus Späth. «Dies schürt Vorurteile». 

TELE TOP zeigt die Argumente der Befürworter und Gegner der Initiative:

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Urs Heinz Aerni
am 06.02.2021 um 16:25
Wie relevant sind solche Aussagen? Ein Schweizer, ein Italiener und ein Serbe hätten den Überfall begangen. So steht’s jeweils in den Zeitungen. Hilft es dem Lesenden? Nützt es? Wer will es wissen?Wäre es auch interessant, zu erfahren, ob bei der Schlägerei oder beim Autounfall ein Appenzeller, eine Bündnerin und ein Aargauer involviert sind? Wieso nicht? Dann müsste es heißen: Bei der Massenkollision auf der A13 zwischen Sargans und Bad Ragaz durch Nebel waren Autolenker aus Luzern, Bayern, Solothurn und Vorarlberg beteiligt. In der Zürcher Lokalpresse könnte doch darauf verwiesen werden, dass ein Unterländer, ein Säuliämtler und ein Mann aus dem Limmattal im Nachtclub nach Belästigungen des Personals verhaftet wurden.Und im Dorfblatt müsste folglich erwähnt sein, dass die prügelnden Gäste in der Beiz von der Hinterhofstraße, der Oberaustraße und der Mittelgasse kommen und einer sogar am Waldweg wohnt.