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Zürcher Regierung greift hart durch bei «Homoheilung»

Die Zürcher Regierung will bei Konversions-Therapien von Homosexuellen hart durchgreifen. Das schreibt sie in der Antwort auf einen Vorstoss aus dem Kantonsrat. Im Sommer wurde publik, dass auch in der Schweiz gewisse Fachärzte solche «Homoheilungen» anbieten.

07.11.2019 / 13:56 / von: mma
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Ärztinnen und Ärzten, die solche Therapien anbieten, kann die Berufsbewilligung entzogen werden. (Symbolbild: Pixabay.com/Tiyo Prasetyo)

Ärztinnen und Ärzten, die solche Therapien anbieten, kann die Berufsbewilligung entzogen werden. (Symbolbild: Pixabay.com/Tiyo Prasetyo)

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Der Aufschrei im Sommer war gross, als publik wurde, dass sogenannte Konversions-Therapien, die Homosexuelle «umpolen» sollen, einfach zugänglich sind und sogar ohne Probleme über die Krankenkasse abgerechnet werden können. Der Zürcher Regierungsrat will nun hart durchgreifen, wie er in einer Antwort auf einen Kantonsrats-Vorstoss schreibt.

Der Regierungsrat argumentiert, dass diese Therapien gegen das bestehende Recht Verstosse und somit illegal seien. Medizinische Behandlungen müssten «in Übereinstimmung mit den anerkannten Grundsätzen des medizinischen Berufes erfolgen, die sich an Lehre, Praxis und Forschung orientieren», heisst es in der Antwort. Die Beurteilung von Homosexualität als Krankheit sowie deren Behandlung widerspreche diesen Grundsätzen.

Die Gesundheitsdirektion als Aufsichtsbehörde werde ein aufsichtsrechtliches Verfahren eröffnen, wenn sie darüber informiert wird, dass eine Ärztin oder ein Arzt solche Therapien anbietet. Bei schwerliegenden Verletzungen könne die Gesundheitsdirektion gar ein Berufsverbot aussprechen. 

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