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Zürcher Regierungsrat will 25,5 Millionen in Berufsbildung investieren

Fernunterricht und mangelnde Praxis erschwerten die Berufsbildung während der Coronapandemie. Der Zürcher Regierungsrat will Lernende deshalb mit gezielten Massnahmen unterstützen. Dafür sind 25,5 Millionen Franken vorgesehen.

13.07.2021 / 11:11 / von: sda/mma
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Angehende Hairstylistinnen und -stylisten konnten im vergangenen Jahr teilweise zu wenig praktische Erfahrung sammeln, weil die Salons wegen der Pandemie vorübergehend schliessen mussten. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Angehende Hairstylistinnen und -stylisten konnten im vergangenen Jahr teilweise zu wenig praktische Erfahrung sammeln, weil die Salons wegen der Pandemie vorübergehend schliessen mussten. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Die Jugendlichen hätten unter der Coronapandemie gelitten, jetzt sei es an der Zeit, ihnen etwas zurückzugeben, sagte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) am Dienstag an einer Medienkonferenz.

In vielen Betrieben erschwerten die Massnahmen gegen das Coronavirus die Berufsbildung teilweise massiv. Gastronomiebetriebe und Coiffeursalons beispielsweise mussten vorübergehend schliessen. Lernende konnten so keine praktischen Erfahrungen mehr sammeln.

Laut Steiner sind im Kanton Zürich dieses Jahr rund 17'000 Jugendliche zur Lehrabschlussprüfung angetreten. Gemäss vorläufigen Zahlen hätten 93 Prozent die Prüfung bestanden. «Ich bin stolz auf diese Jugendlichen», sagte die Regierungsrätin. Man müsse die Jugendlichen in der Berufsbildung jetzt aber gezielt unterstützen und fördern, um allfällige Defizite auszugleichen.

Die Massnahmen der Zürcher Regierung im Überblick – im Beitrag von RADIO TOP:

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Längerfristig zu wenig Ausbildungsplätze

Der Regierungsrat will dafür von 2022 bis 2025 insgesamt 25,5 Millionen Franken zur Verfügung stellen. Damit sollen beispielsweise an den Berufsfachschulen und im Berufsvorbereitungsjahr individuelle Angebote wie Coachings, Stütz- und Förderkurse ausgebaut werden.

Zudem werden vier zusätzliche Stellen für Berufsinspektorinnen und Berufsinspektoren geschaffen. Diese stellen die Ausbildungsbereitschaft und -qualität in den Lehrbetrieben sicher und unterstützten Lernende und Ausbildende bei Bedarf.

Längerfristig geht die Bildungsdirektion davon aus, dass es aufgrund der Coronapandemie zu wenig Ausbildungsplätze geben könnte. Bis 2030 soll die Zahl der Lernenden um rund einen Viertel zunehmen. Mit verschiedenen Massnahmen soll nun sichergestellt werden, dass auch genügend Lehrstellen geschaffen werden.

Der Regierungsrat wird die insgesamt 25,5 Millionen Franken im Budget 2022 sowie im Finanzplan für die Jahre 2023 bis 2025 einplanen. Entscheiden wird der Kantonsrat.

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