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Zürcher SP-Regierungsrätin Fehr drängt Parteichef Levrat zum Abgang

Nach der Schlappe bei den eidgenössischen Wahlen steigt der Druck auf den SP-Parteipräsidenten Christian Levrat. Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr fordert nun offen seinen Rücktritt.

05.11.2019 / 04:48 / von: sfa/sda
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Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr fordert, dass die SP-Parteispitze jünger und weiblicher wird. (Bild: TELE TOP)

Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr fordert, dass die SP-Parteispitze jünger und weiblicher wird. (Bild: TELE TOP)

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Die SP hat bei den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober vier Nationalratsmandate verloren. Und dies, obwohl mit dem Klimawandel ein linkes Thema Hochkonjunktur hatte. Insider berichtete kurz nach der Wahl, dass der SP-Parteipräsident Christian Levrat seinen Rücktritt plane. Bestätigt hat er diese Gerüchte bisher nicht.

Nun wächst aber der partei-interne Druck auf Levrat: Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr hat in einem Zeitungsbeitrag offen den Abgang von SP-Chef Christian Levrat an der Spitze der Partei gefordert. «Wir brauchen einen Wechsel an der Spitze», schrieb Fehr in einem Gastbeitrag für die «Linke Zürcher Zeitung».

Das Gesicht der SP Schweiz müsse in den kommenden Jahren weiblich und jung sein, schrieb Fehr in der Wochenzeitung weiter. Gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag präzisierte Fehr, Levrats Amtsdauer als Parteipräsident laufe im Frühling aus, womit sich die Frage stelle, ob der 49-Jährige nochmals gewählt werden solle. «Ich finde: nein», wird Fehr zitiert.

Als mögliche Kandidatinnen für Levrats Nachfolge nennt Fehr der Zeitung zufolge etwa die Nationalrätinnen Mattea Meyer (ZH), Nadine Masshardt (BE), Flavia Wasserfallen (BE), Samira Marti (BL) und Barbara Gysi (SG).

Der Freiburger Ständerat Christian Levrat steht seit über elf Jahren an der Spitze der SP. Er ist damit der am längsten amtierende aller Schweizer Parteichefs. Es wird gemunkelt, dass Levrat erst nach Ende seines Wahlkampfs über seine Zukunft an der SP-Spitze spricht: Er kandidiert im Kanton Freiburg erneut für den Ständerat und hat die Wahl im 1. Wahlgang am 20. Oktober nicht geschafft. Er muss deshalb am 10. November in den 2. Wahlgang. Neben in ihm treten der Bisherige Beat Vonlanthen (CVP) und Johanna Gapany (FDP) an.

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Hofer Ernst
am 05.11.2019 um 09:58
Womöglich will Jacqueline Fehr SP-Chefin werden. Ob sie das Amt dann besser macht als der bisherige Christian Levrat ist für mich sehr fraglich.