Pull down to refresh...
zurück

Nach SVP-Vorstoss: Zürcher Stadtrat befindet Rassismus-Bericht für ausgewogen

Der Zürcher Stadtrat befindet den Bericht der Projektgruppe Rassismus für vollständig und ausgewogen. Dies steht in einer Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss zweier SVP-Gemeinderäte, die den Stadtrat aufforderten, zu mehreren Vorwürfen Stellung zu nehmen.

21.10.2021 / 17:52 / von: lju
Seite drucken Kommentare
0
Die Gemeinderäte warfen der Projektgruppe vor, dass ihr Rassismus-Bericht unvollständig und inkonsequent sei. (Bild: Stadt Zürich/Archäologie 2020)

Die Gemeinderäte warfen der Projektgruppe vor, dass ihr Rassismus-Bericht unvollständig und inkonsequent sei. (Bild: Stadt Zürich/Archäologie 2020)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Zwei SVP-Gemeinderäte forderten den Zürcher Stadtrat in einem Vorstoss auf, zu mehreren Vorwürfen bezüglich des Rassismus-Berichts Stellung zu nehmen. Der Zürcher Stadtrat hat den Bericht der Projektgruppe Rassismus nun für vollständig und ausgewogen befunden. 

So warfen die Gemeinderäte der Projektgruppe vor, dass ihr Bericht unvollständig und inkonsequent sei. Insbesondere wurde bemängelt, dass zwar städtische Hausbezeichnungen wie «Mohrenkopf» und «Kleiner Mohr» geändert werden sollen, doch beispielsweise die Möhrlistrasse im Kreis 6 und der Familienname Mohr «nicht berücksichtigt beziehungsweise falsch verstanden» werde. Aus Sicht des Stadtrats treffe dies allerdings nicht zu.

In der Stadt Zürich gibt es sichtbare Zeichen mit rassistischem oder kolonialistischem Bezug. Der Stadtrat will diese Zeitzeichen einzeln überprüfen und entweder entfernen oder kontextualisieren. In der Stadt Zürich gibt es Zeitzeichen, zum Beispiel Hausnamen-Inschriften und Wandbilder, die einen Bezug zu Rassismus und Kolonialismus haben. Sie befinden sich mehrheitlich im Niederdorf und gehören zur Stadtgeschichte. Da diese Zeitzeichen allerdings Direktbetroffene mit bestehendem Rassismus konfrontieren, will die Stadt dagegen vorgehen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare