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Zürcher Ständerat Daniel Jositsch (SP) wiedergewählt

Grund zur Freude hat nach den Zürcher Ständeratswahlen erst der bisherige Ständerat Daniel Jositsch (SP): Er ist als einziger der Kandidierenden wiedergewählt worden. Die anderen müssen sich am 17. November einem zweiten Wahlgang stellen.

20.10.2019 / 18:00 / von: mma/mle/sda
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Die Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) gratuliert dem wiedergewählten Ständerat Daniel Jositsch (SP). (Screenshot: TELE TOP)

Die Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) gratuliert dem wiedergewählten Ständerat Daniel Jositsch (SP). (Screenshot: TELE TOP)

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Jositsch holte 216'679 Stimmen und schaffte damit das absolute Mehr von 183'919 Stimmen problemlos.

Der wiedergewählte Ständerat zeigte sich im Interview mit TELE TOP überrascht von diesem guten Ergebnis:

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Er begründet sein gutes Abschneiden mit der «lösungsorientierten Arbeit über Parteigrenzen hinweg». Das sei die Politik, welche die Wähler wollten, sagte Jositsch weiter.

Noser will nicht auf Öko-Themen setzen

Ob sein bisheriger Ständeratskollege Ruedi Noser (FDP) ebenfalls wiedergewählt wird, ist offen. Er landete zwar auf dem zweiten Platz, verfehlte mit seinen 141'700 Stimmen aber das absolute Mehr deutlich. Er habe damit gerechnet, dass er in den zweiten Wahlgang müsse. Dem sehe er mit grossem Optimismus entgegen.

Noser ist überzeugt, dass er gewinnen wird. Für den zweiten Wahlgang will er jetzt nicht verstärkt auf auf ökologische Themen setzen, sondern weiterhin auf seine «persönliche thematische Breite».

Sein Ziel verfehlt hat auch SVP-Nationalrat Roger Köppel. Er landete mit 107'528 Stimmen auf dem dritten Platz. Für den Zürcher SVP-Präsidenten Patrick Walder ist das zwar nicht das Ergebnis, das sich die Partei erhofft habe, aber es sei so zu erwarten gewesen.

«Es ist uns gelungen, das Ständerats-Tandem Jositsch-Noser aufzubrechen», erklärte Walder gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man habe FDP-Ständerat Noser in den zweiten Wahlgang gezwungen. Das sei ein grosser Erfolg, zumal es für die Zürcher SVP «traditionell schwierig» sei, einen Ständeratssitz zu gewinnen. Köppel will am Donnerstag kommunizieren, ob er erneut antritt.

Schlatter will sich nicht zurückziehen

Hinter Köppel reihen sich die Grüne Marionna Schlatter mit 95'142 Stimmen und GLP-Nationalrätin Tiana Angelina Moser mit 80'450 Stimmen ein. Erstaunlich ist, dass die langjährige GLP-Nationalrätin Moser hinter der Kantonsrätin Schlatter landete. Mosers Bekanntheit reichte offenbar nicht aus, um über die Parteigrenzen hinaus Stimmen zu holen.

Eine dieser beiden Kandidatinnen muss sich nun für den zweiten Wahlgang zurückziehen, damit sich die linksgrünen Stimmen nicht verzetteln. Moser ist der Ansicht, dass nur eine von ihnen antreten sollte, und zwar diejenige mit den grösseren Wahlchancen. Sie will sich bis Dienstag entscheiden.

Bereits entschieden hat sich hingegen Schlatter: Sie will nochmals antreten. «Angesichts des guten Resultates und so einer guten Ausgangslage spricht vieles dafür, dass ich im Rennen bleibe.»

Weit abgeschlagen landeten CVP-Kandidatin Nicole Barandun mit 20'405 Stimmen und Nik Gugger (EVP) mit 17'750 Stimmen. Sie dürften sich für den zweiten Wahlgang zurückziehen. Die Wahlbeteiligung betrug 44,58 Prozent.

Alle Informationen zum Nachlesen gibt es hier im Ticker. 

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