Pull down to refresh...
zurück

Zürcher SVP sucht per Ausschreibung nach Parteipräsidenten

Die Zürcher SVP sucht zum zweiten Mal innert Jahresfrist einen neuen Parteipräsidenten. Dafür hat sie nun eine Ausschreibung verfasst. Gesucht ist eine mediengewandte Persönlichkeit mit politischer Erfahrung.

02.11.2019 / 11:24 / von: sfa
Seite drucken Kommentare
0
Patrick Walder übernahm die Parteileitung nach der Schlappe bei den Kantonsratswahlen im Frühling. (Bild: TELE TOP)

Patrick Walder übernahm die Parteileitung nach der Schlappe bei den Kantonsratswahlen im Frühling. (Bild: TELE TOP)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Nach der Wahlschlappe bei den Zürcher Kantonsratswahlen im März trat die gesamte Parteileitung der Zürcher SVP zurück, darunter auch der Parteipräsident Konrad Langhart. Für ihn übernahm übergangsweise Patrick Walder an der Spitze der Zürcher SVP. Walders Mandat endet allerdings Ende Jahr. Er hat laut eigenen Angaben aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Treuhänder zu wenig Zeit, um das Amt langfristig auszuüben. Daher ist die SVP des Kantons Zürich erneut auf der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin.

Zu diesem Zweck hat sie nun eine Ausschreibung publiziert. Dort heisst es: «Wir suchen eine starke Persönlichkeit (m/w) als Parteipräsident/in». Die SVP wünscht sich ein «langjähriges Parteimitglied», das «gut vernetzt» ist und die SVP «von innen heraus» kennt. Ausserdem soll die neue Person an der Spitze der Zürcher SVP mediengewandt, politerfahren und zeitlich flexibel sein.

Die Bewerbungen für den Posten als Parteipräsident der Zürcher SVP werden von einer Findungskommission geprüft. Diese wird von Alfred Heer geleitet, selber früherer Präsident der Kantonalpartei. Die Delegierten der Zürcher SVP sollen ihren neuen Präsidenten dann an der Delegiertenversammlung im Januar bestimmen.

Für Politologe Louis Perron spricht die Methode der SVP für die schwindende Attraktivität des Parteipräsidiums: «Wenn es schlecht läuft ist der Parteipräsident der Prügelknabe. Über Macht verfügt er aber eigentlich nicht. Das sei in anderen Ländern wie England und Deutschland ganz anders. Positiv ist die Ausschreibung aus Sicht der Transparenz. Perron glaubt aber, dass das SVP Parteipräsidium schlussendlich dennoch durch persönliche Kontakte besetzt wird.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare