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Zürcher Unispital testet neu alle Patienten auf Covid-19

Das Universitätsspital Zürich testet ab Mittwoch alle neuen stationären Patientinnen und Patienten auf Covid-19, selbst wenn diese keine Symptome zeigen und etwa wegen eines Unfalls eingeliefert werden. Zudem sollen besonders schwere Fälle mit einem Ebola-Medikament behandelt werden.

31.03.2020 / 12:00 / von: sda/mco
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Fachexperten aus der Taskforce, von Notfall, Intensivmedizin, Pflege und Spitalhygiene haben einen Überblick über die Entwicklung und den Stand am USZ gegeben. (Screenshot: facebook.com/Universitätsspital Zürich)

Fachexperten aus der Taskforce, von Notfall, Intensivmedizin, Pflege und Spitalhygiene haben einen Überblick über die Entwicklung und den Stand am USZ gegeben. (Screenshot: facebook.com/Universitätsspital Zürich)

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Ab Mittwoch testet das Universitätsspital Zürich alle neuen Patienten auf das Coronavirus. Ziel ist es, die Sicherheit für Mitarbeitende und andere Patienten zu erhöhen.

Diese Tests würden aber die Gefahr bergen, sich in falscher Sicherheit zu wiegen, weil der Test am einen Tag negativ und am nächsten Tag positiv ausfallen könne, sagte Infektiologe Hugo Sax am Dienstag vor den Medien im Zürcher Universitätsspital.

Es sei deshalb möglich, dass der Corona-Test im Laufe eines längeren Aufenthalts wiederholt werde. Pro Tag hat das Unispital eine Kapazität von bis zu 500 Tests. Bis das Testergebnis vorliegt, werden alle neuen stationären Patienten isoliert.

80 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind Männer

Im Zürcher Universitätsspital liegen aktuell 35 Patientinnen und Patienten mit Covid-19, davon 15 auf der Intensivstation. Männer sind deutlich häufiger von einem schweren Verlauf betroffen als Frauen.

80 Prozent der Patienten, die wegen einer Covid-19-Erkrankung bisher auf die Intensivstation mussten, sind männlich, wie die Verantwortlichen des Universitätsspitals am Dienstag vor den Medien erklärten. 80 bis 90 Prozent von ihnen mussten beatmet werden.

Meist werden die Patienten 12 bis 14 Tage lang mit Sauerstoff versorgt. In einem Fall dauerte die Zeit am Beatmungsgerät 18 Tage.

Junge Patienten mussten am Universitätsspital bisher nicht auf die Intensivstation verlegt werden. Die Hälfte der Patientinnen und Patienten sei zwischen 50 und 60 Jahre alt, die andere Hälfte älter.

Unispital will Ebola-Medikament einsetzen

Die meisten Covid-19-Intensivpatienten leiden unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen, hohem Blutdruck oder Diabetes. Wegen der Corona-Infektion kommt oft auch noch Nierenversagen hinzu. Die Hälfte der Intensivpatienten hängt aktuell an der Dialyse.

Das Universitätsspital Zürich hofft, dass die Corona-Infizierten ab dieser Woche mit dem Ebola-Medikament Remdesivir behandelt werden können. Es gebe keine saubere Studie darüber, dass dieses Medikament wirklich helfe, aber es sei eine Hoffnung.

Weshalb das Universitätsspital ein Ebola-Medikament an besonders schweren Coronavirus-Fällen testen will, im Beitrag von RADIO TOP:

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Im Interview mit TELE TOP erklärt Infektiologe Hugo Sax, warum eine negativ getestete Person trotzdem ansteckend sein kann:

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