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Zürcher Zunft denkt über Aufnahme von Frauen nach

Die Mitglieder der Zunft zur Meisen diskutieren darüber, ob sie künftig auch Frauen aufnehmen wollen. Sie könnten im Frühling 2022 einen ersten Grundsatzentscheid fällen.

13.10.2021 / 07:38 / von: lju/sda/mma/mju
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Bis Ende Januar können Männer der Zunft zur Meisen Rückmeldung geben, was sie davon halten, künftig auch Frauen aufzunehmen. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Bis Ende Januar können Männer der Zunft zur Meisen Rückmeldung geben, was sie davon halten, künftig auch Frauen aufzunehmen. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Vorerst läuft nun bis Ende Januar eine Vernehmlassung, wie die Zunft einen Bericht der Neuen Zürcher Zeitung von Mittwoch bestätigt. Die Zünfter können zum Konzept, das eine interne Arbeitsgruppe erarbeitet hat und über das auch das «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF berichtete, Stellung beziehen.

Danach wird es gegebenenfalls noch angepasst. Allenfalls wird es auch noch vor der Generalversammlung am Tag vor dem Sechseläuten wieder zurückgezogen.

Das Konzept sieht eine behutsame Öffnung vor. Während einer Übergangsphase – die Rede ist von fünf Jahren – sollen Töchter von Zünftern und weibliche Persönlichkeiten zunächst als Gäste an den Anlässen der Zunft zur Meisen teilnehmen dürfen. Danach könnten die Statuten angepasst werden, damit sie auch für Frauen offen steht.

In einer Zunft würden sich liberal denkende, interessante Menschen austauschen und nach spannenden Gesprächen bereichert nach Hause gehen, begründen die Verantwortlichen in der Neuen Zürcher Zeitung den Anstoss, die Frauenfrage diskutieren zu wollen. Ohne Frauen sei die Hälfte der interessanten Menschen ausgeschlossen.

Die Zürcher Zünfte sind heute reine Männervereinigungen. 1989 wurde – als eine Art Ergänzung zur den Männerzünften – die Gesellschaft zur Fraumünster gegründet. Die oft als «Frauenzunft» bezeichnete Gruppe nimmt seit 2014 auch regelmässig beim Sechseläutenumzug teil – offiziell allerdings nur als Gäste der aus Männer bestehenden Gesellschaft zur Constaffel.

Politik freut sich

Bei den Politikern in der Stadt Zürich kommt die Neuigkeit aus der Zunft zur Meisen prinzipiell gut an. Angie Romero, Präsidentin der FDP Frauen in der Stadt, könnte sich zum Beispiel selbst gut vorstellen, einmal Mitglied in einer geschlechtergemischten Zunft zu sein. «Das wäre bestimmt sehr spannend», meint die Präsidentin. Sie nimmt es den Zünftlern auch nicht übel, dass sie sich erst jetzt mit der Geschlechterfrage beschäftigen.

Nicht so viel Verständnis zeigt Felix Moser, Präsident der Grünen in der Stadt Zürich. Für ihn ist es schon lange überfällig, dass sich die Zünfte den Frauen öffnen «Zünfte, in denen sich nur Männer gegenseitig feiern, haben für mich keine Existenzberechtigung», erklärt er. «Die Zünfte sollen sich so schnell wie möglich anpassen.»

TELE TOP hat in der Stadtzürcher Politik nachgefragt, wie wichtig die Öffnung die Zünfte für Frauen ist:

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