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Zürich: Negativer Corona-Test soll Einreisequarantäne ersetzen

Ein Vorstoss im Kantonsrat Zürich will die Einreisequarantäne aus Risikogebieten durch eine negativen Corona-Test ersetzen. Am Montag wurde dieses für dringlich erklärt. Der Regierungsrat wird aufgefordert, sich beim Bund für eine solche Regelung einzusetzen.

14.09.2020 / 10:35 / von: sda/asl/mju
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Wer ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen kann, soll nach der Einreise aus einem Risikoland nicht in Quarantäne müssen. Das fordert ein Vorstoss im Zürcher Kantonsrat. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Wer ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen kann, soll nach der Einreise aus einem Risikoland nicht in Quarantäne müssen. Das fordert ein Vorstoss im Zürcher Kantonsrat. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Wer bei der Einreise in die Schweiz einen aktuellen, negativen Coronavirus-Test vorweisen kann, soll von der Einreisequarantäne befreit werden. Auch eine Allianz von 20 unterschiedlichen Tourismusverbänden fordert dies vom Bund. Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag ein Postulat für dringlich erklärt, dass den Regierungsrat dazu auffordert, sich bei Bund für eine solche Regelung einzusetzen.

Das von Marc Bourgeois (FDP, Zürich) eingereichte Postulat erhielt 77 Stimmen. Für die Dringlichkeitserklärung nötig sind 60 Stimmen. Bourgeois argumentierte vor allem mit gefährdeten Arbeitsplätzen in der Tourismusbranche. «Die Uhr tickt, der Tourismussektor steht vor dem Ruin», sagte er.

Die Einreisequarantäne wirke wie eine Streubombe, sie nütze bei etwa einem Prozent der Fälle und richte 99 Prozent Kollateralschaden an. Wer symptomfrei sei, einen maximal 48 Stunden alten SARS-CoV-2-Test mit negativem Ergebnis vorweisen könne oder nach der Einreise einen Test machen lasse, soll deshalb von der zehntägigen Einreisequaränte befreit werden.

Am Freitag hat der Bundesrat die Risikoliste angepasst.

Die Pro- und Contra-Argumente gibt es im Beitrag von TELE TOP:

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Als «Politaktivismus» kritisiert

Die SVP unterstützte die Dringlichkeitserklärung. Alle anderen Fraktionen äusserten sich hingegen ablehnend. Thomas Marthaler (SP, Zürich) kritisierte den Vorstoss als «typischen Politaktivismus des Freisinns».

«Dass Anliegen der Wirtschaft im links-grünen Lager nie Priorität haben, wissen wir ja bereits», konterte Beatrix Frey-Eigenmann (FDP, Meilen).

GLP will allenfalls Quarantäne verkürzen

Die GLP sei allenfalls dazu bereit, über eine Verkürzung der Quarantäne zu sprechen und bereite einen entsprechenden Vorstoss dazu vor, sagte Gabriel Mäder (GLP, Adliswil). Der Regierungsrat hat nun fünf Wochen Zeit, zu dem Postulat Stellung zu nehmen.

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