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Zürich rüstet sich für erneute Fangewalt beim Fussball-Derby

Vor zwei Wochen hat die Stadtpolizei Zürich brutale Szenen zwischen Fans des FC Zürich und GC veröffentlicht. Ein Durchbruch bei der Fahndung steht noch aus. Beim nächsten Derby am Samstag dürfte es erneut zu Gewalt kommen.

04.04.2018 / 17:37 / von: sfa
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Fans gehen vor dem Cup-Halbfinal aufeinander los. (Bild: Stadtpolizei Zürich)

Fans gehen vor dem Cup-Halbfinal aufeinander los. (Bild: Stadtpolizei Zürich)

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Vor dem Cup-Halbfinal Ende Februar haben sich Fans des FC Zürich und GC vor dem Prime Tower in Zürich eine brutale Schlägerei geliefert.

Das von der Stadtpolizei Zürich veröffentlichte Video zeigt Vermummte, die am Boden Liegenden in den Kopf treten und Flaschen, die durch die Luft fliegen.

RADIO TOP Beitrag zur Fangewalt in Zürich:

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Zwei Wochen nach Veröffentlichung des Videos sind bei der Stadtpolizei Zürich diverse Hinweise eingegangen – ein entscheidender Fahndungserfolg steht laut Marco Cortesi aber noch aus: «Wir gehen den Auskünften der Zeugen derzeit nach. Aber es ist noch viel zu früh, um etwas zum Ermittlungsstand sagen zu können.»

Am Samstag steht bereits das nächste Derby zwischen dem FC Zürich und GC auf dem Programm. Und wieder könnte es zu Ausschreitungen kommen. Die Stadtpolizei bereitet sich zwar darauf vor – es sei aber schwierig vorherzusehen, wo die Fans aufeinander treffen, sagt Marco Cortesi: «Die Fangewalt bricht häufig weitab des Stadions aus. Die Gruppen sprechen sich via Handy oder Internet ab. Wir behalten diese Kanäle zwar im Auge. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir auf einem Auge blind sind – und dass wir so schlicht nicht alles im Blick behalten können.»

Um das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den gewalttätigen Fans und der Polizei zu entschärfen, hat die Stadt Zürich nach den jüngsten Ausschreitungen eine Expertengruppe eingesetzt. Sie besteht aus Vertretern der Polizei, der Politik und der Fussballclubs.

Weil die Gruppe ihre Arbeit gerade erst aufgenommen hat, dämpft Mathias Ninck vom Zürcher Sicherheitsdepartement mit Blick auf das Derby vom Samstag aber die Erwartungen an die Expertengruppe: «Es ist keine operative Truppe, die in einem konkreten Fall ausrückt. Sondern es sind Menschen, die an einem Tisch sitzen und darüber nachdenken, mit welcher Art von Gewalt wir es hier zu tun haben, wie diese Gewalt entsteht und wie wir sie entschärfen können. Auf das Derby vom Samstag hat die Gruppe deshalb noch keinen konkreten Einfluss.»

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