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Zürich startet Pilotversuch mit Corona-Impfung in Unternehmen

Der Kanton Zürich startet Mitte Mai einen Pilotversuch mit mehreren grossen Unternehmen: Sie sollen die Impfung ihrer Mitarbeiter selber planen. Gleichzeitig erklärt Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, dass die Lieferengpässe bei Moderna Konsequenzen haben.

18.04.2021 / 11:06 / von: pwa/sda
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Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli nimmt in einem Interview Stellung zur Impfstrategie des Kantons Zürich. (Archivbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli nimmt in einem Interview Stellung zur Impfstrategie des Kantons Zürich. (Archivbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

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Der Impfstoffhersteller Moderna kann weniger Impfstoff liefern als angekündigt. Dies hat auch für den Kanton Zürich Konsequenzen, wie die Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli gegenüber dem «SonntagsBlick» erklärt. Zwar können alle Zweitimpfungen wie geplant durchgeführt werden. Allerdings müssen tausende Erstimpfungen in Arztpraxen verschoben werden.

Weiter erklärt Rickli in dem Zeitungsinterview, dass der Kanton Zürich ein Pilotprojekt für Corona-Impfungen in Unternehmen starten will. An dem Pilotprojekt ab Mitte Mai sind die Grossbank Credit Suisse, das Verlagshaus Ringier und die Zurich Versicherung beteiligt. Die Regierungsrätin betont dabei, dass die Mitarbeiter dieser Firmen nicht schneller an die Reihe kommen als die breite Bevölkerung.

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin hat sich auch gegen den Vorwurf gewehrt, der bevölkerungsreichste Kanton trödle bei den Impfungen gegen das Coronavirus. «Grosse Kantone impfen langsamer als kleinere, weil die Logistik anspruchsvoller ist», sagte sie. «Wir haben zu Beginn in 400 Heimen geimpft. Wir betreiben elf Impfzentren, beliefern fast 1000 Ärzte und bald 150 Apotheken mit Impfstoff. Die müssen jeweils im Voraus wissen, wann sie ihre Patienten aufbieten sollen. Das alles nimmt mehr Zeit in Anspruch als ein einzelnes Impfzentrum in einem kleinen Kanton.»

Zürich sei auf Kurs, sagte die Gesundheitsdirektorin weiter. «Unser Ziel ist es, 70 Prozent der über 16-Jährigen zu impfen. Das sind rund 900'000 Menschen. Ist dieses Ziel erreicht, so werden wir einen relativ normalen Sommer erleben.»

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