Pull down to refresh...
zurück

Zürich verstärkt Unterstützung von Opfern Häuslicher Gewalt

Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit aufgrund der Coronapandemie dürfte zu einem Anstieg der Fälle von Häuslicher Gewalt führen. Die Opferhilfe-Organisationen im Kanton Zürich ergreifen deshalb Sofortmassnahmen.

23.03.2020 / 11:16 / von: mma
Seite drucken Kommentare
0
Experten gehen aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen von einem Anstieg bei der häuslichen Gewalt aus. (Symbolbild: Pixabay.com/Виктория Бородинова)

Experten gehen aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen von einem Anstieg bei der häuslichen Gewalt aus. (Symbolbild: Pixabay.com/Виктория Бородинова)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Die Betriebe der Opferhilfe im Kanton Zürich halten ihre Angebote zugunsten von Opfern darum auch unter den gegenwärtig erschwerten Bedingungen aufrecht und verstärken diese sogar noch. Dies geht aus einer Mitteilung vom Montag hervor.

Gegenwärtig sei die Belastung der Zürcher Frauenhäuser, Schutzunterkünften für Kinder und Jugendliche sowie Opferberatungsstellen hoch. Die Beratungsstellen arbeiten normal, anstelle von face-to-face-Beratungen bieten sie telefonische und online-Beratungen an. Obwohl die Hilfsorganisationen für Opfer von Häuslicher Gewalt voll funktionsfähig sind, gehen Fachleute von einer Verschärfung der Lage in den kommenden Wochen aufgrund der Coronapandemie und den damit verbundenen Massnahmen des Bundes aus, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Interview mit TELE TOP sprechen Regierungsrätin Jacqueline Fehr und Brigitte Kämpf über den möglich Anstieg an häuslicher Gewalt:

video

Damit Betroffenen in dieser Situation gleichwohl Schutz und Beratung geboten werden könne, leite die Direktion der Justiz und des Innern und die Sicherheitsdirektion zusätzliche Massnahmen ein. Sie fordern die Organisationen im Bereich der Opferhilfe dazu auf, zusätzliches Personal einzustellen und neue Räume für die Unterbringung von Opfern zu bereitzustellen. Die kantonalen Behörden legen den Fachorganisationen nah, zusätzliche Unterkünfte anzumieten. Eine spätere Übernahme der Kosten wird durch das kantonale Sozialamt und die Fachstelle Opferhilfe garantiert. Auch zusätzlicher Aufwand in den Frauenhäusern und bei den Beratungsstellen wird durch die vom Kanton in Aussicht gestellte Soforthilfe übernommen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare