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Zürich will auf Maturaprüfungen verzichten

Der Kanton Zürich will die Maturaprüfungen ausfallen lassen - falls der Bundesrat dies erlaubt. Dann würden ausschliesslich die Erfahrungsnoten für den Abschluss zählen. Der Entscheid dazu ist aber noch nicht gefallen.

22.04.2020 / 13:10 / von: sda/mma/szw
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Im Kanton Zürich könnten die Maturaprüfungen ausfallen. Die Schüler würden nach Erfahrungsnoten benotet. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Im Kanton Zürich könnten die Maturaprüfungen ausfallen. Die Schüler würden nach Erfahrungsnoten benotet. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Die Erziehungsdirektorenkonferenz stellte am 21. April beim Bundesrat den Antrag, auf die Maturaprüfungen verzichten zu können. Sollte der Bundesrat diese Möglichkeit schaffen, so werde der Kanton Zürich bei den Abschlüssen der Gymnasien und Fachmittelschulen diesen Weg beschreiten, hiess es am Mittwoch bei der Bildungsdirektion auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Prüfung macht nur 20 Prozent aus

Einfach so erhalten die Gymi-Schülerinnen und -Schüler den Abschluss aber nicht. Ohne Prüfung würden aber ausschliesslich die Erfahrungsnoten zählen. Das Maturitätszeugnis beruht im Normalfall auf dreizehn Noten, davon sind der grössere Teil Erfahrungsnoten.

Die Prüfungsleistungen machen gemäss Bildungsdirektion ohnehin nur rund zwanzig Prozent des Schlussresultates aus. Eine stärkere Abstützung auf die Erfahrungsnoten scheine daher in dieser ausserordentlichen Situation vertretbar, schreibt die Bildungsdirektion weiter.

Bereits anfangs Woche wurde bekannt, dass der Kanton bei Primar- und Sekschülern komplett auf die Benotung verzichtet. 

Schüler sind nicht nur froh

Kantonsschüler würden das Streichen der Abschlussprüfungen nicht nur begrüssen. Es sei auch ein würdevoller Teil der ganzen Schulausbildung. Besorgt zeigen sich die Schüler jedoch nicht. Auch der Präsident des Mittelschullehrpersonenverbandes ist der Meinung, dass diese Massnahme keine Auswirkungen auf die Zukunft der Schüler hätte. Diese ganze Phase der Ungewissheit hätte auch Vorteile für den Bildungsweg der Schüler. Sich mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzen sei ein essentieller Teil des Lebens.  

Im Beitrag von Radio TOP äussern sich Schüler und der Mittelschullehrpersonenverband zum Thema:

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