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Zürich wird nicht zur «Sportstadt»

Gratis-Eintritte in die Stadtzürcher Badis und Sportanlagen für alle Kinder, Jugendlichen und Menschen mit kleinerem Portemonnaie - das will der Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri». Die Vorlage ist an der Urne gescheitert.

29.11.2020 / 14:57 / von: abl
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Der Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri» fordert Gratis-Eintritte in alle Badis der Stadt für Jugendliche, Kinder und Menschen mit kleinem Portmonnaie. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Der Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri» fordert Gratis-Eintritte in alle Badis der Stadt für Jugendliche, Kinder und Menschen mit kleinem Portmonnaie. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Inzwischen sind alle Kreise ausgezählt und das Anliegen ist definitiv gescheitert. Bei einer Stimmbeteiligung von 51,9 Prozent erreichte der Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri» nur 45,8 Prozent Ja-Stimmen.

Die Urheberin der ursprünglichen Initiative, die Zürcher «Partei der Arbeit» PdA, schreibt nun in einer Mitteilung, die Enttäuschung sei natürlich gross. Allerdings habe der beachtliche Anteil von immerhin fast 49 Prozent Ja-Stimmen gezeigt, dass im Bereich der Sportanlagen in der Stadt Zürich dringender Handlungsbedarf bestehe. 

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15:10

Inzwischen sind fast alle Kreise ausgezählt, es fehlen nur noch die Kreise 1+2 und 9. Die Kreise 3 und 4+5 sind die einzigen, die sich für die Vorlage ausgesprochen haben, alle anderen haben ein Nein in die Urne gelegt. Damit dürfte die Vorlage chancenlos sein.

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14:57

Der erste Kreis in der Stadt Zürich ist ausgezählt. Schwamendingen lehnt das Anliegen ab.

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In der Stadt Zürich kommen insgesamt drei städtische Vorlagen an die Urne. Eine davon ist der Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri». Die anderen beiden Anliegen, ein neues Fördersystem für Tanz und Theater und der Gestaltungsplan Thurgauerstrasse, sind an der Urne angenommen worden.

Ausgangslage & Vorlage:

Die Volksinitiative «Sportstadt Züri» stammte von der Partei der Arbeit (PdA) und forderte, dass alle städtischen Sport- und Badeanlagen von Privatpersonen und von nichtgewinnorientierten Sportorganisationen mit Sitz in der Stadt und Einnahmen von jährlich unter 100’000 Franken kostenlos genutzt werden können. Sowohl der Stadtrat als auch der Gemeinderat lehnten die Initiative ab, der Gemeinderat arbeitete jedoch einen abgeschwächten Gegenvorschlag aus. Da das Initiativkomitee daraufhin seine Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurückgezogen hat, stimmen die Stimmberechtigten nun lediglich über den Gegenvorschlag ab.

Der Gegenvorschlag sieht einen Gratiseintritt in die von der Stadt betriebenen Freibäder für alle vor. Der Eintritt in die weiteren von der Stadt betriebenen Sport- und Badeanlagen soll aber nur für Personen unter 20 sowie für Bedürftige gratis sein. Zudem soll den städtischen Sportvereinen und -organisationen neu keine Gebühr für die Benutzung der von der Stadt betriebenen Sport- und Badeanlagen mehr auferlegt werden. Nur ausnahmsweise sollen für besondere Nutzungen – zum Beispiel für das Stadion Letzigrund – Gebühren erhoben werden können. Der Gegenvorschlag würde die Stadt rund 15 Millionen Franken im Jahr kosten.

Ja-Parole: PdA, SP, AL, Grüne, Gemeinderatsmehrheit, Zürcher Stadtverband für Sport

Nein-Parole: Stadtrat, SVP, FDP, GLP, EVP

 

 

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