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Das gilt es vor dem Tätowieren zu beachten

In der Woche vom 1. bis 5. April dreht sich bei RADIO TOP alles um Tattoos. Die ganze Woche wird Praktikant Marcel Jambé die verschiedenen Aspekte vom Tätowieren genauer unter die Lupe nehmen. Hautärztin Dr. Natalie Maile erzählt, worauf beim Tätowieren unbedingt geachtet werden muss.

28.03.2019 / 00:00 / von: mle
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Hautärztin Dr. Natalie Maile erzählt, worauf beim Tätowieren unbedingt geachtet werden muss. (Bild: zVg)

Hautärztin Dr. Natalie Maile erzählt, worauf beim Tätowieren unbedingt geachtet werden muss. (Bild: zVg)

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Dr. Natalie Maile ist Hautärztin bei der Hautarztpraxis Zürich City und erklärt, warum die Farbe unter der Haut bleibt: «Wenn man sich ein Tattoo sticht, wird mit der Tattoo-Nadel die Tinte respektive die Farbe unter die Haut in die mittlere Hautschicht - die Lederhaut - gestochen. Dort bleibt die Tinte im Normalfall auch, weil die Lederhaut sich nicht erneuert.»

Es könne auch sein, dass die Farbe nach einer gewissen Zeit aus der Haut verschwindet. Laut Maile passiert dies, wenn die Farbe nicht in die mittlere Hautschicht gelangt: «Wenn die Farbe zu oberflächlich in die obere Hautschicht gestochen wird, wird die Farbe wie die Hautschuppen abgetragen, da sich diese Schicht permanent erneuert. Sticht man zu tief, kann die Tinte durch eine Blutung wieder ausgeschwemmt werden.»

Die Dicke der Hautschichten kann sehr unterschiedlich sein. Die Einstichtiefe wird deshalb beim Tätowieren je nach Körperstelle und Hautdicke bestimmt.


(Bild: © BUNDESMINISTERIUM FÜR ERNÄHRUNG UND LANDWIRTSCHAFT)


Alles rundum die Hautschichten hier nochmals erklärt:

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Viele Leute sind sich nicht bewusst, dass das Tätowieren auch Gesundheitsrisiken birgt. Es gibt viele Menschen, die allergisch auf die Tinte reagieren. Aber auch Infektionen können ausgelöst werden, weiss Natalie Meile. «HIV oder Hepatitis B und C können durch die Tattoo-Nadel übertragen werden. Man hat auch unter der tätowierten Haut schon Hautkrebs festgestellt. Solche Fälle sind zu wenig bekannt. Deshalb kann man das nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Tattoo sehen.»

Gerade bei unseriösen Tätowierern, welche keine sterile Nadel zum Arbeiten verwenden würden, sei das Risiko einer übertragbaren Krankheit enorm hoch. Es muss immer eine neue Nadel benutzt werden. Achte ausserdem immer drauf, dass das Tattoo-Studio ein aktuelles Hygiene-Zertifikat hat.

Falls man sich nicht sicher ist, ob man allergisch auf die Tattoofarbe reagiert, kann man einen Hauttest machen. Dieser Hauttest heisst «Epikutan» und kann bei jedem Dermatologen gemacht werden. Jedoch ist dieser Hauttest nur eine Momentaufnahme und kann dir nicht sagen, ob du in Zukunft eine Allergie dagegen entwickeln könntest.

Hier gibt es eine Übersicht von der gesamten Themenwoche.

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