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«Wenn man aufgibt, hat man verloren. Aber ich bin kein Mensch, der aufgibt»

Die 58-jährige Nina braucht eine neue Niere, denn ihre eigenen sind geschädigt. Im Rahmen unserer Themenwoche zum Spenden hat sie ihre Geschichte erzählt.

04.11.2021 / 05:00 / von: mle
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Die 58-jährige Nina aus Feuerthalen ZH braucht eine neue Niere. RADIO TOP-Moderatorin Stephanie Brändle hat sie ihre Geschichte erzählt. (Bild: TOP-Medien/Marian Märki)

Die 58-jährige Nina aus Feuerthalen ZH braucht eine neue Niere. RADIO TOP-Moderatorin Stephanie Brändle hat sie ihre Geschichte erzählt. (Bild: TOP-Medien/Marian Märki)

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Aktuell warten in der Schweiz rund 1'450 Menschen auf ein neues Organ, etwa zwei Drittel davon brauchen eine neue Niere. Alleine im letzten Jahr sind 72 Menschen, die auf der Warteliste gestanden sind, gestorben. Etwa die gleiche Anzahl Menschen stirbt weil sie zu krank für eine Nierenspende sind. Ein Mensch, der ebenfalls auf eine neue Niere hofft, ist Nina aus Feuerthalen ZH. Die 58-Jährige ist seit September auf der Liste.

Sie leidet unter Reflux: Ein Teil ihres Urins läuft immer zurück in die Nieren, statt in die Blase. Das hat die Nieren, die im Körper primär die Aufgabe der Entgiftung übernehmen, so geschädigt, dass Nina eine neue braucht. «Das hätte man als Kind operieren können, man ist mit mir aber nie zum Spezialist und als ich es selbst herausfand mit 21 Jahren war es zu spät etwas zu unternehmen.» 

Nina hatte lange Hoffnung, dass sie die Niere ihres Ehemannes erhält. «Er hat mir bereits vor 33 Jahren, als wir uns kennengelernt haben, seine Niere versprochen.» Als er sich dann schliesslich testen liess, um zu sehen ob er als Spender infrage kommt, fanden die Mediziner heraus, dass ihr Ehemann Krebs hat. Eine Spende ist somit nicht mehr möglich. 

Nina ist ein optimistischer Mensch, so sagt sie. «Ich weiss, wenn man aufgibt, hat man verloren. Aber ich bin kein Mensch, der aufgibt.»

Wieso Nina weiterhin optimistisch bleibt, erfährst du im Beitrag von RADIO TOP:

audio

Im Video erzählt Nina ihre Geschichte:

VIDEO 

«Orangspende geht jeden etwas an», findet Franz Immer, Direktor der Stiftung Swisstransplant. Bei sogenannten Lebensspenden, also Spenden von Menschen die nicht verstorben sind, steht die Schweiz im europaweiten Vergleich gut da.

Aber was lässt sich überhaupt transplantieren? Wie Swisstransplant auf ihrer Webseite schreibt, können das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse und der Dünndarm transplantiert werden. Beim Gewebe ist eine Transplantation bei Augenhornhaut, Knochen und Knorpel, Herzklappen, Blutgefässen und der Haut möglich. Von einem verstorbenen Spender kann man bis zu sieben Organe entnehmen, so Franz Immer. 

Am Tag werden in der Schweiz etwa 1,5 Organe transplantiert. Pro Jahr werden etwa hundert Nieren im Rahmen von Lebensspenden transplantiert. «Die ganzen Abklärungen finden in den Transplantationszentren statt. Wenn der Spender und Empfänger passen und der Spender den Eingriff akzeptiert, wird das Datum festgelegt.» 

Wer umfassendere Infos zum Thema Organspende braucht, findet diese auf swisstransplant.org. Dort kann man sich auch als Organspender registrieren.

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