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Ticker zur Zürcher Nationalrats- und Ständeratswahl

Die Klimademonstranten gingen offensichtlich nicht nur auf die Strasse, sondern auch an die Urne: Die Resultate der Nationalratswahlen im Kanton Zürich sind für Grüne und GLP ein grosser Erfolg. Weniger zu feiern haben SVP und SP, die überraschend schlecht abschneiden.

20.10.2019 / 20:19 / von: mma/mle/sda
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Corina Gredig (GLP). (Bild: RADIO TOP/Sarah Frattaroli)

Corina Gredig (GLP). (Bild: RADIO TOP/Sarah Frattaroli)

Esther Guyer, Fraktionspräsidentin der Grünen im Kanton Zürich (rechts) im Interview mit RADIO TOP. (Bild: RADIO TOP/Vivien Sasso)

Esther Guyer, Fraktionspräsidentin der Grünen im Kanton Zürich (rechts) im Interview mit RADIO TOP. (Bild: RADIO TOP/Vivien Sasso)

(Bild: RADIO TOP/ Vivien Sasso)

(Bild: RADIO TOP/ Vivien Sasso)

GLP-Nationalrätin Tiana Angelina Moser. (Bild: RADIO TOP/Sarah Frattaroli)

GLP-Nationalrätin Tiana Angelina Moser. (Bild: RADIO TOP/Sarah Frattaroli)

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Hier gibt es die Zürcher Wahlresultate des Ständerats und Nationalrats in der Zusammenfassung.

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20:15 Uhr: Zürcher Grüne und GLP im Hoch - Verluste bei SVP und SP

Die Zürcher Grünen sind neu mit 5 Sitzen im Nationalrat vertreten, also 3 mehr als 2015. Gut lief es auch für die Grünliberalen, die künftig 6 Parlamentarierinnen und Parlamentarier stellen (2015: 3).

Federn lassen muss hingegen die SVP, die bewusst nicht auf den Klima-Zug aufspringen wollte. Sie verliert 2 ihrer 12 Sitze, bleibt aber nach wie vor stärkste Zürcher Partei.

Ein überraschend schlechter Tag wurde es für die SP, die wohl viele Wähler an die Öko-Parteien verlor. Sie muss 2 Sitze hergeben und ist nur noch mit 7 Vertretern in Bern.

Auch die CVP muss Verluste hinnehmen: Sie hat nur noch 1 Sitz statt wie bisher 2 Sitze. Die FDP kann ihre 5 Sitze verteidigen. Auch die EVP kann ihren einen Sitz halten.

So steht es um die Zürcher Sitze:

(Grafik: wahlen.zh.ch)

 BDP versinkt in der Bedeutungslosigkeit

Besonders schlecht lief es für die BDP. Sie verliert ihren einzigen Zürcher Sitz - und dies, nachdem sie bei den Wahlen vom Frühling bereits aus dem Kantonsparlament ausgeschieden ist. Damit versinkt die BDP im bevölkerungsreichsten Kanton in der Bedeutungslosigkeit.

Insgesamt kann der Kanton Zürich 35 Sitze vergeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,44 Prozent.

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16:50 Uhr: Zweiter Wahlgang Ständeratswahl Zürich

Jositsch holte 216'679 Stimmen und schaffte damit das absolute Mehr von 183'919 Stimmen problemlos. Ob sein bisheriger Ständeratskollege Ruedi Noser (FDP) ebenfalls wiedergewählt wird, ist offen. Er landete zwar auf dem zweiten Platz, verfehlte mit seinen 141'700 Stimmen aber das absolute Mehr deutlich.

(Grafik: wahlen.zh.ch)

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16:30 Uhr: Ein guter Tag für Öko-Parteien - SVP und SP mit Verlusten

Bei den Nationalratswahlen dürften die Zürcher Grünen und Grünliberalen zu den Gewinnern gehören. Die dritte Hochrechnung des Kantons sagt den Grünen 5 Sitze voraus (2015: 2), den Grünliberalen sogar 6 Sitze (2015: 3).

Weniger Grund zum Feiern hat gemäss Hochrechnung die SVP: Sie verliert wohl 2 ihrer 12 Sitze, bleibt mit 28 Prozent Wähleranteil aber immer noch stärkste Partei.

Überraschend schlecht dürfte die SP abschneiden: Die Hochrechnung sagt ihr voraus, dass sie 2 ihrer Sitze verlieren wird. Sie wäre noch mit 7 Vertretern in Bern. Die SP dürfte auf 16,9 Prozent Wähleranteil zu liegen kommen.

Die FDP kann ihre 5 Sitze halten. Die CVP verliert einen ihrer 2 Sitze. Die EVP kann ihren einen Sitz verteidigen.

(Grafik: wahlen.zh.ch)

BDP verliert einzigen Zürcher Sitz

Ein schwarzer Tag wird die heutige Wahl wohl für die BDP. Gemäss Hochrechnung verliert sie ihren einzigen Zürcher Sitz. Nachdem die Partei bei den kantonalen Wahlen vom Frühling bereits aus dem Kantonsparlament ausgeschieden ist, versinkt sie im Kanton Zürich nun in der Bedeutungslosigkeit.

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15:30 Uhr: Zweite Hochrechnung Ständeratswahlen

Auch nach der aktuellen Hochrechnung ist Daniel Jositsch (SP) der einzige, der das absolute Mehr erreicht hat. Die zweitmeisten Stimmen hat noch immer Ruedi Noser (FDP).

(Grafik: wahlen.zh.ch)

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15:15 Uhr: Zweiter Hochrechnung Nationalrat

Die Zürcher SP kassiert bei der Nationalratswahl eine regelrechte Klatsche. Laut aktuellsten Hochrechnungen muss sie einen Drittel ihrer Sitze abgeben. Sie stellt neu nur noch sechs statt wie bisher neun Nationalratssitze.

(Grafik: wahlen.zh.ch)

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Corina Gredig, Co-Präsidentin der Zürcher GLP spricht im TELE TOP-Interview über die erste Hochrechnung zum Nationalrat: 

video

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14:15 Uhr: Erste Hochrechnung zum Nationalrat

Die SVP verliert wohl einen ihrer zwölf Sitze, bleibt mit 29 Prozent Wähleranteil aber immer noch stärkste Partei.

Überraschend schlecht dürfte die SP abschneiden: Die Hochrechnung sagt ihr voraus, dass sie zwei ihrer bisher 9 Sitze verlieren wird. Sie dürfte auf 17,2 Prozent Wähleranteil zu liegen kommen.

Mit einem Sitzverlust muss auch die FDP rechnen: Sie muss wohl einen ihrer bisher 5 Sitze abgeben. Die CVP bleibt voraussichtlich bei ihren zwei Sitzen, auch die EVP kann ihren einen Sitz verteidigen.

BDP verliert einzigen Zürcher Sitz

Ein schwarzer Tag wird die heutige Wahl wohl für die BDP. Gemäss Hochrechnung verliert sie ihren einzigen Zürcher Sitz. Nachdem die Partei bei den kantonalen Wahlen vom Frühling bereits aus dem Kantonsparlament ausgeschieden ist, versinkt sie im Kanton Zürich nun in der Bedeutungslosigkeit.

So steht es aktuell um die Sitze:

(Grafik: wahlen.zh.ch)

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TELE TOP hat mit Esther Guyer, Fraktionspräsidentin der Grünen im Kanton Zürich und Priska Seiler Graf, Co-Präsidentin der SP des Kantons Zürich über die bisherigen Resultate gesprochen: 

video 

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13:40 Uhr: Grün-Rutsch im Nationalrat

Hochrechnungen gibt es noch keine. Allerdings deuten die Zahlen der ersten ausgezählten Gemeinden auf einen Grün-Rutsch hin. Die Grünen und die GLP haben bislang beide über fünf Prozent mehr Stimmen dazugewonnen.

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13:07 Uhr: Zürcher SVP-Parteipräsident Walder: «Köppels Resultat wie erwartet»

SVP-Nationalrat Roger Köppel liegt laut ersten Hochrechnung im Ständerats-Wahlkampf nach den beiden Bisherigen auf dem dritten Platz. Das sei nicht das Resultat, das sich die Partei erhofft habe, aber durchaus eines, wie es zu erwarten gewesen sei, sagte Patrick Walder, Kantonalpräsident der Zürcher SVP.

«Es ist uns gelungen das Ständerats-Tandem Jositsch-Noser wie angestrebt aufzubrechen», erklärte Walder gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man habe FDP-Nationalrat Ruedi Noser in den zweiten Wahlgang gezwungen. Das sei ein grosser Erfolg, zumal es für die Zürcher SVP «traditionell schwierig» sei, einen Ständeratssitz zu gewinnen. Für ihn sei klar, dass Köppel in den zweiten Wahlgang müsse, betonte Walder. Die Partei werde das aber erst am Donnerstag entscheiden.

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13:04 Uhr: Jositsch als Zürcher Ständerat so gut wie bestätigt

Die zweite Hochrechnung im Kanton Zürich zu den Ständeratswahlen sagt Jositsch 194'000 Stimmen voraus. Damit liegt er als einziger Kandidat weit über dem absoluten Mehr von 170'000.

Voraussichtlich in den zweiten Wahlgang muss der bisherige Ständerat Ruedi Noser (FDP), der mit 141'000 Stimmen klar unter dem absoluten Mehr liegt.

Auch die anderen Kandidierenden erreichen diese Schwelle nicht. Auf dem dritten Platz landet bisher Roger Köppel (SVP, 107'000 Stimmen), danach folgen Marionna Schlatter (Grüne, 93'000) und Tiana Angelina Moser (GLP 67'000).

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12:50 Uhr: Zürcher Ständerat Daniel Jositsch (SP) so gut wie gewählt

Voraussichtlich in den zweiten Wahlgang muss der bisherige Ständerat Ruedi Noser (FDP), der mit 141'000 Stimmen klar unter dem absoluten Mehr liegt.

Auch die anderen Kandidierenden erreichen diese Schwelle nicht. Auf dem dritten Platz landet bisher Roger Köppel (SVP, 107'000 Stimmen), danach folgen Marionna Schlatter (Grüne, 93'000) und Tiana Angelina Moser (GLP 67'000).

Abgeschlagen sind Nicole Barandun (CVP, 19'000) und Nik Gugger (EVP, 18'000). Mit den definitiven Resultaten wird nach 15 Uhr gerechnet. Der zweite Wahlgang im Kanton Zürich findet am 17. November statt.

(Grafik: wahlen.zh.ch)

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Nicola Forster, Co-Präsident der GLP Zürich gibt im Interview mit TELE TOP Einschätzungen zur ersten Hochrechnung: 

video 

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12 Uhr: Die erste Hochrechnung der Ständeratswahl: 

Gemäss der ersten Hochrechnung muss der bisherige Ständerat Ruedi Noser (FDP) in einen zweiten Durchgang. Dieser findet am 17. November statt.

Noser liegt derzeit an zweiter Stelle, gefolgt von Roger Köppel (SVP), Marionna Schlatter (Grüne) und Tiana Angelina Moser (GLP). Abgeschlagen sind Nicole Barandun (CVP) und Nik Gugger (EVP). Mit den definitiven Resultaten wird nach 15 Uhr gerechnet.

(Grafik: wahlen.zh.ch)

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Ausgangslage

Nationalratswahlen:

Der Kanton Zürich hat 35 Nationalratssitze zu vergeben. Um diese bewerben sich 966 Kandidaten. Das ist ein Spitzenwert. Ebenfalls einen Spitzenwert gibt es beim Frauenanteil. Dieser beträgt 43 Prozent. 

Als Gradmesser für diese Wahlen gelten die Kantonsratswahlen vom Frühling. Demnach dürften die Grünen mindestens einen Sitz im Zürcher Nationalrat dazugewinnen und auch die GLP dürfte im Kanton Zürich gut abschneiden. Sitze abgeben muss wohl die SVP, während die FDP ihre Sitze wohl halten kann. Auf linker Seite könnten sich die Parteien gegenseitig Sitze abjagen. So könnte die SP einen Sitz an die AL verlieren. Auch die verschiedenen Wechsel von SP-Mitgliedern zur GLP könnten sich negativ auswirken. Die EVP dürfte ihren Sitz wohl halten können.

Ständeratswahlen:

Für den Ständerat bewerben sich im Kanton Zürich gleich sieben Kandidaten. Die bisherigen Ruedi Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP) treten nochmals an. Ihre Sitze angreifen wollen Nationalrat Roger Köppel (SVP), Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP), Kantonsrätin und Parteipräsidentin Marionna Schlatter (Grüne), CVP-Kantonalpräsidentin Nicole Barandun und der Winterthurer Nationalrat Nik Gugger (EVP).

Umfragen zeigen, dass Jositsch und Noser fest im Sattel sitzen und ihre Sitze wohl verteidigen dürften. Erster Verfolger ist SVP-Kandidat Roger Köppel, der jedoch die Werte der Bisherigen klar verpasst. Moser, Schlatter, Barandun und Gugger dürften keine Chance haben. Bei so vielen Kandidaten dürfte sich das Rennen erst in einem zweiten Wahlgang entscheiden. Dieser wäre am 17. November.

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