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Amlikon-Bissegg will mitreden

Auf dem Gebiet der Thurgauer Gemeinde Thundorf sollen mehrere Windräder gebaut werden. Weil drei davon nahe an der Gemeindegrenze geplant sind, gibt es nun aber grossen Widerstand aus der Nachbargemeinde Amlikon-Bissegg.

23.09.2022 / 15:52 / von: pwa/sha/lro
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Amlikon-Bissegg wehrt sich gegen drei Windräder des Windparks Thundorf. (Symbolbild: pixabay.com/manfredrichter)

Amlikon-Bissegg wehrt sich gegen drei Windräder des Windparks Thundorf. (Symbolbild: pixabay.com/manfredrichter)

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Das Vorprojekt ist bereits abgeschlossen für die geplanten Windräder in der Thurgauer Gemeinde Thundorf. Gemäss der Planung kommen drei der Windräder nahe an der Gemeindegrenze zu stehen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Ortschaften Strohwilen und Wolfikon sind alarmiert. Die beiden Ortschaften gehören zur Gemeinde Amlikon-Bissegg. Gegenüber der Thurgauer Zeitung ärgert sich der Gemeindepräsident Thomas Ochs: «Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Windräder weiter entfernt gebaut würden, was uns nicht gestört hätte.» Durch die Nähe zu seiner Gemeinde befürchtet Ochs nun aber mehr Lärm und Schattenwurf in Strohwilen und Wolfikon.

Besonders sauer stösst dem Gemeindepräsidenten auf, dass Amlikon-Bissegg in die Planung nicht involviert wurde. Erst in den vergangenen Wochen, nachdem sich die Gemeinde gemeldet hat, sind zwei Ortsvertreter in die Planungsgruppe aufgenommen worden. Obwohl die Standorte eigentlich bereits festgelegt sind, will sich Amlikon-Bissegg nun zur Wehr setzen. Der Gemeinderat stellt sich gegen die drei Windräder an der Gemeindegrenze. Zudem fordert er mehr Mitbestimmung für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein Entschädigungskonzept. 

Im Interview mit TELE TOP sprechen der Gemeindepräsident von Amlikon-Bissegg und der Projektleiter des EKZs über die Vorwürfe der Anwohnenden:

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Realist G.
am 27.09.2022 um 18:32
Brummende Windstromgiganten mit einer Höhe von 250m unmittelbar an Lustdorf mit einem national geschützten Ortsbild? Ich könnte mir das sogar noch vorstellen wenn wirklich nachhaltig viel Strom erzeugt werden kann, aber dies ist leider nicht der Fall....Um ein mittelgrosses Atomkraftwerk abzulösen müssen 1000 von diesen Windstromgiganten erstellt werden. Es kann sich nur um einen Schildbürgerstreich handeln getrieben von der Thurgauer Politik. Da lobe ich mir Peter Bodenmann der mit einer konkreten und nachhaltiger Strategie daherkommt wie der Umstieg auf nachhaltige Energien umgesetzt werden kann ohne gleich unsere Naherholgsgebiete mit brummenden, surrenden und im Winter mit eiswerfenden Windstromgiganten zu zerstören. Gratisstrom für Anwohner? Eher steuerbefreit weil diese werden ansteigen mit diesen negativen Standortfaktoren.
B. Kerzenmacher
am 24.09.2022 um 18:57
Um Strom zu sparen habe wir unseren Tesla gegen ein Lastenfahrrad ohne E eingetauscht. Meine Frau setzt sich rein und schreit vor Glück, ich trample. Bei unserem letzten Italienurlaub habe ich 14 Kilo abgenommen, dafür ist meine Frau jetzt mollig...
macht endlich vorwerts!!
am 24.09.2022 um 14:29
Was heisst mitreden? Aufbauen und zwar sofort. Es brauchen ALLE Strom. KEIN Gratis - Haushaltstrom für Anwohner. Wenn schon Gratis dann für die Anliegergemeinden der Atomkraftwerke.
Gro
am 23.09.2022 um 18:00
Es geht nicht um Eigenheim. Auch für Mieter ist die eigene Gesundheit gefährdet. Soviel Wald abholzen (Aufforstung an anderen Orten; welcher Bauer gibt für das Wald her?!) soviel Beton im Wald, Windräder in der Schweiz bringen zuwenig für den Aufwand und das was der Umwelt und den in der Umgebung liegenden Menschen zugemutet wird. Breite Splittstrassen, durch das ganze Gebiet. Die Schweiz ist kein Windland! Auf Tiere wird geachtet. Wo bleibt der Mensch? 50-45db Dauersoud in der Nacht!? Danke vielmals.
Johannes W
am 23.09.2022 um 14:52
Dabei wäre das doch ganz einfach: Gratis Haushalts-Strom in den ersten 20 Betriebsjahren im Umkreis von 1 Km ab Windrädli und alle wären zufrieden.Wie das halt so läuft in der Schweiz :-)
Zimik
am 23.09.2022 um 12:31
OMG. Windräder in Sichtweite!! Schattwurf !!! Die armen Eigenheim Besitzer!!!! Wenn das so weitergeht haben wir bald echte Probleme.