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«Die Schwarze Liste bleibt bestehen»

Wer seine Krankenkassenprämien nicht bezahlt, wird in einigen Kantonen auf eine sogenannte «schwarze Liste» geschrieben. Einige Kantone wollen diese abschaffen. Doch der Kanton Thurgau setzt weiter darauf. Kritik gibt es vor allem von der SP.

09.06.2021 / 20:19 / von: cfi/asl
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Der Ständerat will es den Kantonen weiterhin ermöglichen, Listen säumiger Prämienzahlender zu führen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Der Ständerat will es den Kantonen weiterhin ermöglichen, Listen säumiger Prämienzahlender zu führen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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Wer seine Krankenkassenprämien nicht bezahlt, wird in einigen Kantonen auf eine sogenannte «schwarze Liste» geschrieben. Weil immer weniger Kantone darauf setzen, wird das Modell mehr und mehr abgesetzt. Lediglich fünf Kantone setzen weiterhin auf die Liste. Der Ständerat hat diese Woche aufgrund eines Antrages der Gesundheitskommission darüber abgestimmt, ob die Kantone das Konzept mit dieser Liste weiter vortführen können.

Der Kanton Thurgau will an der Liste festhalten. Dass sehen aber nicht alle so, die Thurgauer SP sieht Verbesserungspotential. SP Kantonsrätin Marina Bruggmann meint, dass die Gemeinden nicht genügend Ressourcen haben, um alle Prämiensäumer zu überprüfen und genügend zu betreuen. Anders sieht das die Thurgauer SVP. Sie meint, das aktuelle Modell funktioniere gut. Mit dem «Case Management» schauen die Gemeinden, von was genau die Verschuldeten betroffen sind und wie sie aus den Schulden kommen. Die SP wird vorerst mit dem Entscheid leben, wird sich aber weiter mit dem Thema befassen.

Auf nationaler Ebene ist jetzt der Nationalrat am Zug und entscheidet, ob die «schwarze Liste» für den Thurgau und vier weitere Kantöne bestehen bleiben kann.

Im Interview mit TELE TOP sprechen Thurgauer Politiker über diese «schwarze Liste»:

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Bruno
am 09.06.2021 um 23:42
Finde es sehr gut die schwarze Liste man sollte sie nur noch offen legen.